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Take Us Alive
Take Us Alive, Frontiers Records, 2010
Pat Badger Bass, Vocals
Nuno Bettencourt Guitars, Piano, Vocals
Gary Cherone Lead Vocals
Kevin Figueiredo Drums
Produziert von: Nuno Bettencourt Länge CD 1: 57 Min 19 Sek
Länge CD 2: 45 Min 57 Sek
Medium: Do-CD
CD 1
1. Decadence Dance6. Tell Me Something I Don t Know
2. Comfortably Dumb7. Medley Kid Ego - Little Girls - Teacher s Pet
3. Rest In Peace8. Play With Me
4. It ('s a Monster)9. Midnight Express
5. Star
CD 2
1. More Than Words5. Flight of the Wounded Bumblebee
2. Ghost6. Get the Funk Out
3. Cupid s Dead 7. Am I Ever Gonna Change (no ?)
4. Take Us Alive8. Hole Hearted

Was soll man schon über eine Band schreiben, was mein Vorgänger bei Saudades de Rock nicht geschrieben hat, und die ein Live Album mit einem Monstertrack wie Decadence Dance anfangen können, und dem ohne irgendeinen Qualitätsverlust weitere Slabs wie Comfortably Dumb, Rest In Peace, It ('s a Monster) und Star folgen lassen? Die dabei ganz lässig demonstrieren, dass alle Tracks, seien sie von alten oder neueren Alben, gleichwertig nebeneinander stehen?

Wer hat schon einen so versierten Gitarristen wie Nuno Bettencourt in seiner Band, der, egal ob Rhythm oder Lead Guitar, melodisches Solo oder wildes Guitar Pyromanentum, alles spielt was ansteht? Wer hat schon eine Band hinter sich, die vom Funkrock über Balladen zum Country Punk alles kann, eine unglaublich versierte Backing Band ihr eigen nennt, und einen unverwechselbaren Sänger noch dazu?

Und, was soll das schon heißen? Spielen können viele - veilleicht nicht so gut wie Nuno, aber was solls? Ist das Album als Live Album denn gut? Steht es in einer Reihe mit WHO's Live At Leeds, oder PURPLE's Live in Japan? Wer solche Masstäbe anlegt, zielt hoch, und den begeisterten Fans in Boston wird es egal gewesen sein während sie Tracks wie Hole Hearted oder das unvermeidliche More Than Words auswendig mitsangen - aber sie würden dem wohl zugestimmt haben - ja, dieses Album steht in einer Reihe mit den Klassikern. Und ganz ehrlich? Es ist wirklich verdammt gut. Wer macht heute schon Dinge wie weiland PIE's Steve Marriott, und dehnt Tracks über 10 Minuten und bringt kleine Geschichten von wegen "The mother had desires on me ..." ins Geschehen ein - kaum einer. Davon aber abgesehen, lebt das hier und ist voller Feuer, Spielfreude und Interaktion mit dem Publikum - besser kann ein Live Album nicht sein.

Also, trauen wir uns, es jetzt schon einen Klassiker zu nennen, zumal es wenige Bands gibt, die EXTREME das Wasser reichen können - einschließlich der Überväter VAN HALEN.

Über 90 Minuten Rock vom allerfeinsten von einer voll im Saft stehenden Band - da bleibt kein Auge trocken. Auch das staubtrockene Cover und die Tatsache, das Frontiers mir armen Schreiberling keine DVD genehmigte und ich folglich darüber nix sagen kann - auch diese Wermutstropfen können meine Urteil nicht ändern. 12 von 10 Punkten.

Die Do-CD (und auch die DVD) kommt am 23.4. auf den Markt.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 16.04.2010

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