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| Chapter II: Aftermath, Ulterium Records, 2009 |
| Henrik Bath |
Vocals |
| Markus Sigfridsson |
Guitar |
| Tobias Enbert |
Drums |
| Magnus Holmberg |
Keyboards |
| Gäste: |
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| Daniel Heiman |
Vocals #7 |
| Kristoffer Gildenlöw |
Bass |
| Länge: 54 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Prevail | 7. Inner Peace |
| 2. Aftermath | 8. Weak |
| 3. Rain | 9. I Run |
| 4. Don't Turn Away | 10. Hollow Faces |
| 5. Kingdom | 11. End Of My Road |
| 6. Silently We Fade |
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… vorsichtig nahm er die CD aus der Hülle, legte sie in den Player und schloss die Schublade. Es war nur ein kleiner Druck für seinen Finger, aber ein gewaltiger Druck, der nach dem Drücken des "Play"-Knopfes, aus den Boxen rollte. HARMONY aus Schweden verscheuchten die letzten Staubkörner aus den eingerosteten Membranen (Membranen können rosten? Oder ist Deine Anlage so alt? Die Red.) seiner Stereoanlage.
So könnte man diese Review beginnen und deswegen habe ich es auch getan. HARMONY kommen aus Schweden und spielen Power Melodic Metal der feinsten Sorte. Und sie machen vom ersten Ton an klar, wohin die Reise geht: auf dem schnellsten Weg in die Nackenmuskeln und von da auf die Griffbretter der Luftgitarre. Sie erfinden diese Sparte des schwedischen Metals nicht neu, fügen ihm aber ein weiteres gutes Stück Musik hinzu. 2000 fanden sich die Mannen zusammen, spielten sich die Finger wund und nahmen 2003 ihr Debüt auf. Im letzten Jahr gab es dann einen Vorgucker auf das neue Album in Form einer 5-Track-EP. Nun liegt uns das zweite Langeisen (Ich habe ja schon viele Namen dafür gelesen, aber eine CD 'Langeisen' zu nennen ... Erst rostet die Membran, nun ist die CD lang und aus Eisen und nicht rund ... Wie nennst Du denn Deinen .... ähm, lassen wir das! Die Red.) der harmonischen Jungs aus Schweden vor.
Komisch, dass ich bisher von denen noch nichts gehört habe. HARMONY brauchen sich hinter den bekannten Szenenbands aus dem hohen Norden nicht zu verstecken. Vergleiche mit STRATOVARIUS fallen mir sofort ein, wobei bei HARMONY das Keyboard nicht so geschwängert durch die Songs wabbert. Hier setzen die schwarzen und weißen Tasten eher im Hintergrund ihre Akzente. Schon der Opener begeistert mit tollem Riffing, gutem Druck an den Gitarren und Drums und mit einem echten Schlag auf die 12. "Aftermath", "Rain", "Don't Turn Away" und das nachfolgende "Kingdom" lassen die Birne schwindeln und die Haare auf ebenselbiger strubbelig werden.
Tolle Gitarrensolis in den Songs sorgen für Abwechslung, richtig interessant wird es, wenn sich die Saiten mit den Tasten duellieren. Auffallend ist, dass die Schweden immer recht schnell auf den Punkt kommen. Keine langen Intros, keine verschenkten Filler innerhalb der Songs - alles wird komprimiert auf das wichtigste. Genial gemacht, zumal es nicht zu hart ist und mit seinen melodischen Passagen selbst nicht ganz überzeugte Power Metaller erfreuen könnte.
In der Mitte des Albums befindet sich die übliche Ballade, die aber fernab jeglichen Pathos agiert. Im Gegenteil auch in einer Ballade kann eine Gitarre mit Schallgeschwindigkeit die Töne von den Saiten feuern. Cool gemacht und mit garantierter Gänsehautatmosphäre.
Nach dem "ruhigen" Intermezzo geht es dann mit den letzten fünf Songs wieder auf die Überholspur. "Inner Peace" hätte auch von SONATA ARTICA stammen können, genauso wie das nachfolgende "Weak", was schon fast ins progressive abwandert. "I Run" kann mit einer leicht orientalischen Melodieführung begeistern. "Hollow Faces" ballert sich als vorletztes Stück in unsere Gehirnwindungen, bevor uns mit "End Of My Road" noch ein abschließender Höhepunkt serviert wird. Danach wedeln die Nackenmuskeln mit der weißen Fahne, die Gehirnwindungen versuchen ihren angestammten Platz wieder zu erreichen und der Hörer fragt sich, welcher Sturm da gerade durch seine Boxen fegte.
Hatte ich eigentlich schon mal erwähnt, dass ich White Metal total klasse finde…?
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