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| 3, Service Artist Owned Label (SAOL), 2009 |
| Dario Ciccioni |
Drums |
| Armin Donderer |
Bass |
| Oliver Hartmann |
Vocals, Guitar |
| Mario Reck |
Guitar |
| Jürgen Wüst |
Keyboards |
| Produziert von: Oliver Hartmann, Sascha Paeth |
Länge: 43 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. I Won't Get Fooled Again | 7. Broken Down |
| 2. From Outta Space | 8. Don't Tell Me It's Over |
| 3. Suddenly | 9. Lost In Havanna |
| 4. All I Can Say | 10. Brothers |
| 5. Right Here Right Now | 11. Forgotten Innocence |
| 6. Don't Give Up Your Dream | |
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Hört man sich eine Platte wie "3" von HARTMANN an, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder man kann angewidert abwinken, weil es hier jemand wagt sich nicht in einem experimentellen Versuch in höhere Musik-Gefilde zu schrauben (wobei die Regeln der reinen Lehre natürlich nicht missachtet werden dürfen), oder man kann akzeptieren, dass eine Band ihre Möglichkeiten realistisch einzuschätzen weiß, daraus das beste zu machen versucht und sich einfach mal drauf einlassen.
Natürlich können Olli und seine Jungs nicht auf Wasser laufen, sie erfinden das Rad nicht neu, erwecken keine Toten und erbringen auch nicht den Beweis für die Existenz außerirdischen Lebens. Aber das wollen sie auch gar nicht. Und eben deshalb macht dieses Album einfach verdammt viel Spaß.
Zu den Fakten: "3" ist das (Überraschung!) dritte Studioalbum der Formation um Frontmann und Namensgeber Oliver Hartmann. Dazwischen hatte die Truppe noch Zeit mit Bands wie TOTO oder HOUSE OF LORDS zu touren und ein entsprechendes Live-Album vorzulegen. Stilistisch platzieren sich die Jungs irgendwo zwischen AOR und Melodic-Rock. Mich hat das ganze sehr stark an den Song The Look In Your Eyes von MOLLY HATCHETs Album "Devil's Canyon" oder auch Charts-kompatible Softrocker à la REAMON erinnert.
Das gilt im Großen und Ganzen auch für das sehr sauber produzierte "3", wobei hier und dort auch rauere Seiten zum Vorschein kommen. Geprägt werden die Stücke vor allem von Hartmanns Gesang und eingängigen Melodien, die sich schon beim ersten Hören im Gedächtnis festkrallen und vielleicht schon beim zweiten, spätestens aber beim dritten Durchgang kann man fröhlich mitsummen und –singen. Der Preis dafür ist, dass auf Innovatives und große Kunst weitgehend verzichtet wurde. Das einzige vielleicht etwas anspruchsvollere und wohl auch stärkste Stück des Albums ist Don't Give Up Your Dream, das sehr soft beginnt um – in einem netten Spiel von Wort und Ton – immer schneller und härter zu werden. Generell sind Lautstärke und Tempo eher gedrosselt, wobei insbesondere die Ballade All I Can Say sich geradezu unerbittlich ins Trommelfell einbrennt und ein extrem hohes Ohrwurm-Potential besitzt. Härter geht es bei Brother oder Broken Down zur Sache, wobei man hier auch keine Angst haben muss, die Nachbarn zu stören.
HARTMANN ist mit ihrem dritten Album ein sehr angenehmes, leicht verdauliches und zugängliches Stück Musik gelungen. Wer allerdings krampfhaft nach Tiefgang und Anspruch sucht, findet hier wohl nicht die Erfüllung.
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