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| Red Was The Sky, Bug Music, 2010 |
| Roger Brown |
Bass |
| Jeremy Crowther |
Drums |
| Jamie Purpora |
Guitar, Vocals |
| Produziert von: Jamie Purpora |
Länge: 49 Min 56 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Eternal Axis Of One | 6. Innerspace Blues |
| 2. Don't Lead Me Blind | 7. Just Go Away |
| 3. Tintorera | 10. Stir It Up |
| 4. Red Was The Sky | 11. Where Do We Go To Die |
| 5. Help Me Find The Sun |
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So gut wie jeder HoR Redakteur mit dem Schwerpunkt 'Blues/Hard Rock/Classic Rock/Southern Rock' hat schon über die früheren Veröffentlichungen von INTERSTATE BLUES geschrieben, und das zumeist positiv. Nun ist das siebte Werk der Purpora Mannschaft erschienen, und die Frage ist: wird sich daran wohl etwas ändern - an der positiven Beurteilung, meine ich?
Allerdings fragt man sich, warum man überhaupt darüber schreiben soll - ein:" Neue INTERSTATE BLUES CD is' da!" reicht eigentlich; vielleicht noch ein: "Is' immer noch kein Blues." anfügen und die Sache wäre klar. Allerdings wäre der Sache damit auch keine Gerechtigkeit angetan, denn: zwar ist das ist wieder wirklich heftiger, schneller, abwechslungsreicher Blues/Rock geworden, und Mr. Purpora hat das Gitarre-Slingen zwischenzeitlich nicht verlernt, oh nein. Er hat gitarrentechnisch alle Tricks drauf, die man heutzutage wohl braucht und scheut Manierismen. Die Backing Band hält mühelos mit, das Mixing - früher wohl mal ein Problem - stimmt auch - jedes Instrument kommt gut zur Geltung, und es ist meine Vorliebe, wenn ich mir für den Bass etwas mehr Differenzierung - sprich: mehr 'Geknurre' - gewünscht. Egal - wer bei einem Track wie Don't Lead Me Blind mit seinem Tempowechsel und superben Solo nicht selber zu Luftgitarre bleibt, dem ist nicht zu helfen.
Und so geht es zumeist Up-Tempo durch einen Set von classic Hard Rock'n'Blues, und auch ein Shuffle wie Help Me Find The Sun kommt gut und verlangt nach voller Lautstärke. Warum einer - wie das Cover andeutet - über die Bombardierung einer Stadt Nächtens singt - naja, weil er sagen will, das die Menschheit wohl immer nicht nichts aus solchen Situationen gelernt hat und wohl auch nie wird - das alles angemessen in eine ruppig-schnelles, finsteres Soundgewand gekleidet, und es erinnert vielleicht ein kleines Bisschen an IRON MAIDENS Aces High. Hier wird im Mittelteil, wo man dem Bass für ein paar Sekunden die Bühne überlässt, klar, was ich mit meiner Bemerkung oben meinte.
Allerdings muss man sagen: der Overkill-Lead-Sling - l'art pour l'art - ist seine Sache in gewissem Masse schon - die Songs sind um die Gitarre herum geschrieben, nicht anders rum. Und das, liebe Leute, ermüdet auf die Dauer, weil das Songwriting nicht mithält. Also hält man ein Album in der Hand, das sich als Alleinstellungsmerkmal Mr Purpora's Gitarrespiel leistet, und das ist IMHO zu wenig.
Der INTERSTATE BLUES Fan; der Liebhaber endloser, gleichwohl guter Gitarrensoloschleifen; der dem Faszinosum der schnellen Note erliegende; der Connaisseur des gemäßigten Hard Rock Krachs ohne Fokus auf die Kunst des Musik Schreibens - all diese Leute sind hier gebeten, ein Ohr zu leihen. Der Freund des klassischen Hard Rock Songwritings im Stile der WHO wird wohl kaum in der Lage sein, diese CD ohne heftiges Stirnrunzeln in einem Rutsch durchzuhören.
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