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| Jimmy Bowskill, Eigenvertrieb, 2007 |
| Jimmy Bowskill |
Guitar, Vocals, Bass |
| Wayne Deadder |
Bass |
| Al Cross |
Drums |
| Gäste: |
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| Peter Prilesnik |
Bass |
| Frank Girard |
Tabla |
| Produziert von: Jimmy Bowskill & Peter Prilesnik |
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Medium: CD |
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| 1. Diamond Ring | 7. The Kara-Dag |
| 2. Rattle Snake Shake | 8. Loser |
| 3. Nine | 9. Motisha |
| 4. Drifting Haze | 10. Falling |
| 5. Far From Reality | 11. The Truth |
| 6. Black Sea Star | |
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Die Kanadier - und Jimmy ist, in Toronto geboren, ein solcher und zählt 18 Lenze heute, zum Zeitpunkt der Albumveröffentlichung also 16! - sind ja für die Amerikaner wie Europäer, also höflich, zivilisiert, old style - und für uns Europäer wie gezähmte Amis.
Das beschreibt so in etwa die CD, die die dritte (!) Veröffentlichung von Young Jimmy ist - in der Nähe von Peter Greens sehr geschmackvoller Art, Blues mit Pop und im wahrsten Sinne des Wortes bezaubernden Gesangslinien zu vermischen, und nicht sklavisch die reine Blueslehre zu vertreten, aber auch nicht ruppig den Blues zu malträtieren.
Er ist auf CD nicht ganz so rockig wie etwa Aynsley Lister oder gar sein großer Landsmann, the late Jeff Healey. Daher ist Peter Greens Ode an die Handarbeit des Mannes - Rattlesnake Shake - auf der CD; als witzige Verbeugung vor dem großen Mann.
Los geht's mit dem Rocker Diamond Ring, der etwas untypisch ist, weil Jimmy da - wie später in Far vom Reality - eine zweite Gitarrenspur dazu mischt. Heftig pumpt der Bass den Song voran, Jimmys Stimme kommt verzerrt aus dem Speaker, der Refrain wird mit einem Unisono von Voice und Gitarre eingeleitet, der Song enthält ein kurzes heftiges Slide-Guitar Solo, und ist insgesamt von der Sorte 'Zu-Früh-Zu-Ende' und in der Nähe vom Rattlesnake Shake.
Der Shake kommt dann etwas abgespeckt daher, zeigt, wie gut Jimmy singen kann. Im Mittelteil zieht er die Töne gaaanz lang zu einem Solo, das von Rhythmusvariationen seiner Backing Band begleitet wird und schließlich Fahrt aufnimmt und insgesamt eine sehr nette Kostprobe von Jimmys Kunst ist. Mehr davon.
Nine ist akustisch in der Nähe der ALLMANs zu Zeiten von "Eat A Peach", Drifting Haze ist ebenfalls dort angesiedelt, ohne die Jams der ALLMANs zu übernehmen - alles kurz und konzentriert.
Genug des Laid-back, die rocking reality holt uns in Far From Reality ein, und auch wieder zwei Gitarrenspuren, Jimmy im Double-Lead Solo mit sich selbst.
Black Sea Star ist ein eher überflüssiger Reggae, gibt Jimmy aber die Gelegenheit, seine Sanges- und Wah-wah Gitarrenkünste zu zeigen. Radiotauglich; obwohl ich nicht so ganz sicher bin, wie ein echter Rastafari die Backing Band hier beurteilen würde... Aber wie mit dem Blues wird hier nicht die eine Lehre verfochten; also stört der weiche, fließende, wenig akzentuierte Bass nur den echten Reggae-Fan.
The Kara-Dag ist ein Drum Solo; wer's mag. Schlecht ist's nicht, so als Solo. Warum spielen bei allen sonstigen Soli immer die anderen Instrumente mit, nur den Drummer lässt man allein an seiner Schießbude vor sich hin hämmern? Wenigstens etwas Rhythmusgitarre und Bass könnten doch Unterstützung liefern - die Mules haben das mal exemplarisch vorgemacht, und für den Hörer wäre es ein größeres Vergnügen.
Wunderbarer stimmungsvoller Slow-Blues in The Loser, Mortisha ist ein knackiger Midtempo Rocker, Falling purer Pop, und der Rauswerfer The Truth ist irgendwo in der Nähe von Led Zep mit endlich einem längeren Solo, das die Rhythm Section beinahe in Kakophonie und Chaos versinken lässt, bevor Jimmy es wieder auf die sichere Seite zieht und beendet.
Man sieht, Jimmy ist auf einem guten Weg. Die CD ist gut produziert, vielleicht ein Tuck zu harmlos, aber andererseits ist das genau der Unterschied zu den anderen Young Turks im Blues und Bluesrock. Alles keine umwerfende Revolution, aber sehr, sehr gut anzuhören.
Gebt dem Mann eine Chance - er hat es verdient! Und weil er so jung ist, und die CD dafür wirklich gut, und wir solche Leute brauchen, wenn es weitergehen soll mit dem, was wir lieben, ist mir das hier einen Tipp wert.
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