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| First Contact // Last Warning, Fosfor Creation, 2008 |
| Chairman: |
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| Carl Westholm |
Piano, Synthesizers, Vocoder, Lyrics, Music |
| Members of the board: |
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| Mats Leven |
Lead & Background Vocals, Guitars, Drums |
| Nils Erikson |
Vocals, Drum Programming |
| Öivin Tronstad |
Lead & Background Vocals |
| Leif Edling, Sven Lindvall & Stefan Fandén |
Bass |
| Ulf Edelönn |
All Guitars |
| Cia Backman |
Lead & Background Vocals |
| Jonas Källsbäck & Lars Sköld |
Drums |
| Declan Burke |
Vocals |
| Jonas Waldefeldt |
Percussions & Tambourine |
| Jan Hellmann |
Acoustic Baritone Guitar |
| Produziert von: Carl Westholm |
Länge: 60 Min 39 Sek |
Medium: CD |
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| 1. The Pilot | 5. The Enemey |
| 2. Bismarck Explorer | 6. Solitude Unites Us |
| 3. Cold Rigite And Remote | 7. 8511 |
| 4. Abduction | 8. Presumed Dying |
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Wenn einem Musiker langweilig wird, dann sucht er sich ein Nebenprojekt um sich da anders oder weiter kreativ zu entwickeln bzw. auszutoben. Vielleicht liegt es auch an der Kohle, dass die Hauptband nicht mehr genügend davon aufs Konto schafft. Eventuell ist es so bei diesem hier vorliegenden Projekt, denn CARPTREE oder KRUX, die als Hauptband des Kreativkopfs Carl Westholm genannt werden, sind mir gänzlich unbekannt. In Doom-Metal-Kreisen mag KRUX wahrscheinlich ein genüssliches Zungenschnalzen hervorlocken und in Prog-Kreisen sollen CARPTREE auch schon einige Achtungserfolge eingefahren haben, bei mir bringen sie lediglich ein Schulterzucken hervor.
Wenn man nun die beiden Musikstile miteinander verbindet, sollte da eigentlich eine ganz ordentliche Kelle bei rauskommen. Bei einem Blick auf die zahlreiche Gästeliste entdeckt man zusätzlich den ein oder anderen Musiker aus dem Umfeld der beiden genannten Bands, ergo sollte jetzt eine Doomprogscheibe im Player gelandet sein.
Was dann aber aus den Boxen rauscht ist mitnichten das erwartete, sondern eine Mischung aus ganz anderen Helden der altprogischen Phase - namentlich würde ich PINK FLOYDs "The Wall", Peter Gabriel und vielleicht noch ein Hauch alter GENESIS nennen, gemischt mit sphärischen Keyboardsounds und teilweise ziemlich gut rockenden Gitarren.
Das wiederum ähnelt dann wieder mehr AYREON, wo Arjen Anthony Lucassen die Messlatte für dieses Genre schon ziemlich hoch gelegt hat. Auch die Story geht mit seinem Fantasythema auf eine ähnliche Schiene, wobei der Niederländer sich dann doch mehr und vielschichtigeres einfallen lässt. Das wiederum lässt seine Werke nicht so leichtverdaulich werden.
Dies kann man von "First Contact // Last Warning" nicht behaupten. Hier schleichen sich die Melodien nicht komplex in den Gehörgang, sondern können teilweise schon nach dem ersten Durchlauf mit der nötigen Portion Mitsummcharakter dienen. In dem Punkt hat Carl Westholm seine Hausaufgaben gemacht. Er hat gut gelernt, was die alten Meister vorgemacht haben, wie man wuchtige aber eingängige Sounds kreiert und die Angelegenheit weder anstrengend noch langweilig gestaltet. Respekt!
Um jedem Song seine eigene Note zu verleihen, hat er sich mit den bereits erwähnten zahlreichen Gästen ins Studio eingenistet. Dabei hat er aber auf die ganz großen Namen verzichtet, was ihn wiederum als mutigen Musiker auszeichnet. Wo sich A. A. Lucassen oder auch Tobias Sammet mit AVANTASIA auf die großen Namen stürzen - auch um die Käufer zu animieren -, wird bei JUPITER SOCIETY eher mit kleinern Szenegrößen gearbeitet. Am bekanntesten dürfte noch Mats Levén sein, der schon bei TREAT oder Mr. Malmsteen den Gesang leitete und derzeit - wie Leif Edling am Bass - bei KRUX in Lohn und Brot steht. Der Rest gehört größtenteils zum so genannten "No Future Orchestra", das im Hintergrund bei CARPTREE in Aktion tritt. Also alles keine Unbekannten für Carl Westholm, dafür aber, schätze ich mal, für das Gros der rockenden Hörerschaft.
Mit dieser Mannschaft macht er sich dann mit der Frage, ob der Kontakt dort der erste ist oder aber die letzte Warnung, auf eine Reise in die Zukunft zu einigen wichtigen Taten auf. Die Antwort auf diese Frage ist genauso überraschend wie die Tatsache, dass auf eine letzte Warnung von Eltern eine Reaktion folgt - oder auch nicht und alles kommt ganz anders? Wer weiß...
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