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| Thrill Of The Chase, Metal Heaven, 2008 |
| Ulrich Carlsson |
Vocals |
| Jonas Hermansson |
Guitars |
| Johan Bergquist |
Hammond Organs, Keyboards |
| Per Westergen |
Drums |
| B.J. Laneby |
Bass |
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Länge: 54 Min 43 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Thrill Of The Chase | 7. From Heaven To Hell |
| 2. Menace To Society | 8. Son Of The Son |
| 3. Slave To You | 9. Through The Eyes Of A Child |
| 4. The One Above | 10. Beware Of The Wolf |
| 5. Lonely In A Crowded Room | 11. Fires Of Siberia |
| 6. U.F.O. | 12. Need To Believe |
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In ihrer Heimat Schweden sind M.ILL.ION eine echte Hausnummer. Mal abgesehen davon, dass die Musik des Fünfers ziemlich abgedroschen und nicht wirklich neu klingt, erinnern sie mich an eine deutsche Formation namens SUBWAY. Insbesondere Sänger Ulrich Carlsson und Peach Stöckli könnte man im Grunde genommen kommentarlos austauschen und niemand würde es merken. Nun ist es eben so, dass ich seit Ewigkeiten von den Schwaben SUBWAY nichts mehr gehört habe, außer dass ein Teil in HUMAN ZOO aufgegangen ist, dafür läuft aber derzeit M.ILL.ION im Player, mit einem ebenso gutem und sattem melodischen Hard Rock.
Die Jungs sind wahrlich keine Newcomer mehr, immerhin wurden sie bereits im Jahr 1989 von Bassist B.J. Laneby gegründet. Dieser ist im Grunde genommen von solchen alten Recken wie KISS, DEEP PURPLE und deren Auswüchsen WHITESNAKE sowie RAINBOW beeinflusst. Zu Beginn der 90er-Jahre stellte sich ein akzeptabler Erfolg in Japan ein. Das kann man sich mit dieser Art von melodischem Rock auch gut vorstellen, denn auch FAIR WARNING, die über weite Strecken einen ähnlichen Stil spielen, waren dort ebenfalls schon immer angesagt.
Etwa 1994/1995 fügte die Band modernere Klänge dazu, hielt jedoch an den typischen und altehrwürdigen Hammond-Sounds fest. Und genau die machen auch auf dem neuesten Longplayer "Thrill Of The Chase" das Salz in der Suppe aus. So melodisch und druckvoll alles aus den Boxen kommt, die wirkliche Schärfe verursachen tatsächlich die Tasten von Johan Bergquist. Dazu sei gesagt, dass wir auf diesem Album so gut wie keinen Ausfall finden. Alles ist melodiös und eingängig, und wenn ich von abgedroschen schreibe, dann ist damit in erster Linie die Professionalität und Souveränität gemeint, mit der M.ILL.ION ihre Songs darbieten.
Manch einer wird unken und sagen, dass wir auf der neuesten Veröffentlichung von M.ILL.ION lupenreinen AOR hören. Wer suchet, der findet bestimmt auch Tommy Denander. Im Ergebnis scheint die Mucke der Schweden dann doch aber zu hart. Die Gitarren haben eine etwas heißere Temperatur, als im AOR üblich, die Drums lassen reichlich Dampft aus ihren Kesseln raus, und so beschallt uns eine weitere skandinavische Formation, die offensichtlich genau weiß, was sie tut. Mein Respekt für das schöne wenn auch kurze Orgelsolo im Eröffnungs- und Titeltrack Thrill Of The Chase. Ansonsten ist das Tempo hier noch recht zünftig, in Menace To Society wird zunehmend vor sich hin gestampft. Die Effekte im Gesang fallen da erst beim genauen Zuhören auf. Die Refrains werden von der gesamten Band vorgetragen und erklingen somit sehr vollmundig.
Die Scheibe wird nicht langweilig, auch wenn sich M.ILL.ION keinen Meter von ihrem bereits seit Jahren eingeschlagenen Weg abbringen lassen. Deshalb sind Songs wie Slave To You oder auch der Boogie The One Above gelungene Kompositionen. Letzterer lässt in der Tat starke RAINBOW-Zeiten zu Beginn der 80er-Jahre aufblitzen, wobei sich die Gesangslinien von denen eines Joe Lynn Turner deutlich unterscheiden. Unterm Strich muss man dann noch positiv anführen, dass man uns mit einem unsinnigen Schmachtfetzen verschont. Wer auf diese Musik steht, erhält ein kurzweiliges Scheibchen.
Und eine Bitte an die Verantwortlichen: 2009 sind es 20 Jahre M.ILL.ION, und ich habe keinen Bock auf eine Best-Of oder eine DVD aus Japan. Einfach so weiter rocken und dann beizeiten einen Nachfolger einspielen. Das reicht uns vollkommen!
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