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| Songs From The Lighthouse, Galileo Records/ProgRock Records, 2008 |
| Cristiano Roversi |
Keyboards, Chapman Stick |
| Mirko Tagliasacchi |
Bass |
| Simone Baldini Tosi |
Vocals, Guitar |
| Maurizio Di Tollo |
Drums |
| Marco Tafelli |
Guitars, Violins |
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Länge: 71 Min 11 Sek |
Medium: CD |
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| 1. My Darkside | 6. Flesh |
| 2. It's You | 7. Dreamlord |
| 3. Solaris | 8. Southampton Railroad |
| 4. Emotionaut | 9. Sonya In Search Of The Moon (Part 5) |
| 5. That Child | 10. The Lighthouse Song |
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Die italienische Formation MOONGARDEN bringt ihr 5. Album auf den Markt. Dafür haben sie sich knapp vier Jahre Zeit gelassen. Und so kann man, wissend, dass der Vorgänger "Round Midnight" ein wirklich duftes Album war, einiges erwarten. Den gehobenen Ansprüchen werden MOONGARDEN gerecht, so viel vorweg. Offensichtlich eine Band, die sich stetig weiter entwickelt und die, angefangen mit einem Debüt bestehend aus Demos in klischeehaften Neo-Prog-Gefilden, inzwischen auch heftige, im sog. New Artrock beheimatete und mit viel Power ausgestattete, Riffs in ihre Kompositionen einbaut.
Die Band gründete sich im Jahr 1995, als Keyboarder Cristiano Roversi und der Gitarrist David Cremoni ein paar Demo-Aufnahmen einspielten. In der Folge war so ziemlich jede Position innerhalb von MOONGARDEN neben den beiden Gründungsmitgliedern vakant. In dieser Sache bleibt man sich also treu. Auf "Songs From The Lighthouse" präsentiert die Band einen "alten" neuen Sänger. Simone Baldini Tosi sang schon auf dem Debüt "Moonsadness". Dazu gibt es einen neuen Drummer namens Maurizio Di Tollo, der bisher mit FINESTERRE, LA MASCHERA DI CERA und BACCINI zusammen spielte. Und dann vermisst man tatsächlich Gründungsmitglied David Cremoni. Wir hören an der Gitarre Marco Tarfelli, der mit seinem harmonischen und gut akzentuierten Spiel zu gefallen weiß.
Bereits im Opener My Darkside hört man eindeutig, dass sich im Vergleich zum Vorgänger stilistisch nicht viel geändert hat. Schwebende, vom Keyboard getragene Sounds und sehr eingängige Melodien, die niemals kitschig, jedoch nett anzuhören sind. Bezüglich des angesprochenen New Artrocks sei angemerkt, dass sich MOONGARDEN auf "Round Midnight" noch deutlich an Steven Wilsons PORCUPINE TREE anlehnten. Dem ist hier nicht mehr so. Die Mucke erklingt eigenständiger, wodurch die Band bei mir nochmals im Ansehen steigt. Auffällig sind die vielen Stimmungswechsel, die sich bereits im zweiten Track It's You offenbaren.
Das 13-minütige Solaris ist ein Dreiteiler. In Mission steigert sich die Musik ein wenig im Stile von RIVERSIDE, zur Mitte in The Visitor wird es psychedelisch und im Schlussteil kann der Hörer gefühlvolle und sagenhafte Gitarrensoli genießen. Mit das Beste, was ich bisher von der Combo gehört habe. Getreu dem Motto "Weniger ist manchmal mehr" bauen MOONGARDEN mehr auf eine genussvolle Klangbreite, als sich besonders innovativ in technischer Hinsicht darzustellen.
So manche Stimmung ist düster (Emotionaut) und in That Child werden wir Zeuge eines Gastauftritts von Andy Tillison, seines Zeichens Sänger und Tastenspezialist der schwedisch-britischen Retro Prog-Formation THE TANGENT.
Ein weiterer Longtrack des neuen Silberlings ist Dreamlord. An sich in zahlreichen anderen und bekannten Tracks vollkommen abgenudelt, gelingt es der Band ihre typische Gelassenheit, gepaart mit einem Haufen an Gefühlsduseleien, an den Hörer zu bringen. Dadurch wirkt die Nummer dann doch kurzweilig, obwohl ich, wegen des fast ausnahmslos immer gleichen Basslaufes, ein paar Abzüge erteilen muss.
Wagen MOONGARDEN doch noch einen Schritt zurück und sind dadurch überhaupt nicht fortschrittlich? Sonya In Search Of The Moon - Part 5. Die Teile 1 - 4 fanden wir im Jahr 1995 auf "Brainstorm Of Emptiness".
Etwas folkig könnte man Southampton Railroad empfinden. The Lighthouse Song schließt die neue Scheibe. Die Italiener vereinen nochmals sanfte und heftige Töne, frönen dabei einem sanft anmutenden Chorgesang und beweisen endgültig, dass sie im Bereich des anspruchsvollen Neo Prog eine Hausnummer sind. Auf diesem neuen Werk findet man viele Dinge, die auf den letzten Veröffentlichungen der Ikonen aus eben diesem Genre, wie z.B. MARILLION, ganz einfach nicht vorhanden waren.
Ein sehr gutes Album, welches über weite Phasen noch ein Stück besser klingt als der Vorgänger. Fans von SATELLITE oder ähnlichen Bands sollten unbedingt reinhören. Für das Cover-Artwork zeichnet übrigens Ed Unitsky verantwortlich.
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