HoR Logo kl CD-Review:

Logo Paul Sabu

Strange Messiah

Logo Home-of-Rock
Startseite > CD-Reviews > Paul Sabu > Strange Messiah

Link Homepage:
Offizielle Paul Sabu Homepage
Link Homepage:
Paul Sabu @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
AOR Heaven
Link Promotioncompany:
GerMusica Promotion
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Strange Messiah
Strange Messiah, AOR Heaven, 2007
Paul Sabu Vocals, Guitars
Matthias Rethmann Bass
Gereon Homann Drums
Michael Voss Guitar
Ralf Heyne, Thorsten Koehne, Angel G. Schleifer Lead Guitar
Produziert von: Paul Sabu & Michael Voss Länge: 41 Min 07 Sek Medium: CD
1. Strange Messiah6. Headbangers
2. Dangerous Behaviour7. Hey Look (But Don't Touch)
3. Blow By Blow8. Piece Of My Heart
4. Ashes Of Wrong9. Jack Of All Trades
5. Fighting To Die10. Rock Your World

Ein komischer Heiliger ist dieser Paul Sabu schon. In den Fake-trächtigen 80ern brachte er mit "Heartbreak" ein zwar gutes, jedoch jederzeit hinterfragenswürdiges Album an den Start, dann verschwand er in den kleingedruckten Credits von zig Platten als Songwriter, Produzent, Engineer, manchmal auch als Gitarrist. Film- und sogar Fernsehmusiken machten ihn mutmaßlich letztendlich zu einem wohlhabenden Mann. Jetzt kommt er als Solokünstler zurück, und macht, tja, Hardrock. Attestiert man ihm nun Glaubwürdigkeit bei dieser Mission, oder ist Paul nur der Harold Faltermeyer des Heavy Metal?
Erste Aufklärung mag die Liste der Beteiligten geben. Lauter Germanen sind da zu finden: Michael Voss (zuletzt mal wieder mit MAD MAX und VOICES OF ROCK auffällig geworden und ansonsten Inventar der deutschen Szene), Angel Schleifer, das BONFIRE-Urgestein, Schlagzeuger Gereon Homann von EAT THE GUN, Doc Heyne von u.a. BISS oder Thorsten Koehne (ehemals DEMON DRIVE) sind da zu finden. Paul Sabu goes Teutonen-Metal? Sympathisch-lokalpatriotisch macht das schon mal. Aber auch wirklich ernsthaft?

Geile Songs konnte Sabu schon immer schreiben, aber dass er eine CD wie "Strange Messiah" (s.o., er war schon immer ein komischer Heiliger) vorlegt, überrascht denn doch einigermaßen.
Es ist eine CD mit derbem Einstieg, direkt anschließendem Kommerz-Einbruch, einer AC/DC-Hommage (da helfen auch die seltsamen Melodic-Einschübe bei Blow By Blow nichts) und einer darauf folgenden Beschleunigungsphase, die in der jüngeren Geschichte altertümlichen Hardrocks nur wenige Konkurrenten findet.
Der Titelsong und Einstieg markiert im Groben und Ganzen die Zielrichtung von "Strange Messiah": Auf die Nase, immer schön gebrüllt, bloß ja keine Gitarre in den Hintergrund gemischt. Doch wenn bei Fighting To Die plötzlich ein nichts anderes als stockkonservativer Heavy-Blues daherrollt, wechselt der älter gewordene Hörer vom hüftschonenden Haareschütteln zum bequemen Oberkörperwippen. Oha, da geht was. Seine melodischen Roots verleugnet Sabu in diesen Momenten nicht, aber er lässt der Rock-Sau freien Lauf. Noch mehr im folgenden Headbangers (sic). Große Gitarrenwände, Bass aus Beton: eine Einladung zum - was sonst - headbangen.
Noch schlimmer kommt's mit Hey Look (But Don't Touch). Die Gitarre giftig, giftig, giftig, der Bass aus dem Steinbruch, Sabu als Shouter der ganz bösen Sorte.
Kurzes Innehalten, jedoch ohne nennenswerten Härteabfall, dann der Schluss- und Höhepunkt der CD: Rock Your World. So klischeebehaftet der Titel und die zu hörende Musik, so gnadenlos packt sie einen beim Sch. opf. Slideguitar, to the bone rhythm, das Ding geht einfach los und möge nie mehr aufhören. Hard Rock aus dem Bilderbuch.

Die Allianz Sabu-Deutschland hat richtig gut funktioniert. Angesichts einer solch gelungenen Scheibe sei dem Paul das ziemlich albern retuschierte Coverbild verziehen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 05.10.2007

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

Startseite > CD-Reviews > Paul Sabu > Strange Messiah

 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum