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| A Small But Angry Creature, Eigenvertrieb, 2009 |
| Stefan Karg |
Vocals, Drums |
| Markus Kirrstetter |
Bass |
| Florian Karg |
Guitar |
| Produziert von: Pitpony |
Länge: 30 Min 51 Sek |
Medium: CD |
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| 1. This Is It | 5. Sweet Johnny |
| 2. Breathe In Breathe Out | 6. Part Of The World |
| 3. Born Without A Cause | 7. Never Before |
| 4. The Flickering Beauty Within | 8. No Way |
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Ich weiß, ich weiß - verfasst man eine Rezension über das erste Album einer neuen Band, sollte man nicht zu sehr draufhauen. Aber irgendwann ist es auch mal genug: Was PITPONY hier gemacht haben geht einfach überhaupt nicht.
Aber lasst mich das ausführen: Wir alle leben mit unseren kleinen Vorurteilen und unserer festgefahrenen Meinung. Da bin ich keine Ausnahme. Wenn ich also ein Album höre, das mich einfach umhaut, mich überfährt, mit einem Tritt aus der Atmosphäre der Erde und einmal rund um den Mond schießt, dann sollte die Band, die dieses Album aufgenommen hat, erstens eine Band sein, die mir vorher schon mal irgendwo aufgefallen ist (insbesondere wenn sie in der selben Stadt lebt wie ich). Zweitens sollte das Album auf einem coolen Label erschienen sein. Und drittens sollte ein riesiger Marketing-Sturm entfacht werden, der es uns alle wissen lässt: Aus Berlin, von PITPONY, kommt richtig, richtig gut Musik.
Dafür also, dass sie mein Weltbild so verbogen haben, bin ich PITPONY echt böse. Aber für dieses Album bin ich ihnen sehr dankbar. Es bietet harten Gitarrensound, originelle Stücke, unglaublich viele gute Ideen und (Selbst)Ironie und Witz.
Natürlich ist nicht alles perfekt. Der Sound ist nicht an jeder Stelle wirklich klar, ab und zu klingt es noch ziemlich ungeschliffen und man hat das Gefühl, dass auch die Abstimmung noch entwicklungsfähig ist. Aber es geht ja schließlich auch um ein Debut-Album!
Dafür spürt man beim Hören die Liebe zur Musik. Die Stücke entwickeln sich, klingen am Ende nur selten wie am Anfang, machen das bewusste Zuhören zu einem Erlebnis. Immer wieder grinst man über die ironischen Kontraste innerhalb und zwischen Text, Gesang, Melodie und Rhythmus. Aber trotz dieser Vielfalt und den stilistischen Unterschieden zwischen den einzelnen Stücken wirkt das Album wie aus einem Guss. Das hat den ungewöhnlichen Effekt, dass jedes einzelne Stück einen hohen Wiedererkennungswert hat und trotzdem immer nach PITPONY klingt.
Insgesamt sind PITPONY sehr gitarrenlastig. Schnell und hart geht es zur Sache, aber immer im Wechsel mit kurzen Phasen der Entspannung. Natürlich ist das irgendwo auch Prog, aber nicht bis zum Exzess. Zu viel anderes scheint durch. Um ein paar bekannte Namen aufzufahren: Es gibt eine gewisse Nähe zu RADIOHEAD (aber härter) oder auch HELMET (aber differenzierter).
Besonders herausragend ist Breathe In Breathe Out, mit ständig wechselnder Intensität und der sehr eingehenden, titelgebenden Textzeile. Relativ entspannt und gesangslastig zeigt sich Part Of The World. Spannend ist das sich laufend steigernde, immer intensivere Sweet Johnny, mit abruptem Ende. Mit No Way findet sich ein besonders energiegeladener, heulender Schlusspunkt. Nur 30 Minuten und schon ist der Spaß wieder zu Ende. Aber es gibt ja eine Repeat-Taste…
Also: Spaß beiseite. Wer harte, schnelle, direkte Musik liebt, muss hier zumindest mal hinhören. Richtig gut!
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