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Unbreakable
Unbreakable, Frontiers, 2012
Alex Beyrodt Guitar
Randy Black Drums
Magnus Karlsson Guitar, Keys
Ralf Scheepers Vocals
Mat Sinner Bass
Produziert von: Mat Sinner Länge: 58 Min 08 Sek Medium: CD
1. Unbreakable Part 17. Where Angels Die
2. Strike8. Unbreakable Part 2
3. Give 'Em Hell9. Marching Again
4. Bad Guys Wear Black10. Born Again
5. And There Was Silence11. Blaze Of Glory
6. Metal Nation12. Conviction

PRIMAL FEAR sind PRIMAL FEAR sind PRIMAL FEAR. Und in der Besetzung in der sie momentan unterwegs sind, sind sie in meinen Augen die besten PRIMAL FEARS seit es Heavy Metal gibt. Ja, ich weiß, auch "16.6: (Before The Devil Knows You're Dead)" wurde mit dieser Mannschaft eingeprügelt, aber mit "Unbreakable,"" legen sie in meinen Augen noch mal eine Schippe Kohle mehr ins Feuer um den Metal noch teutonischer, harmonischer und metallischer zu schmieden.

Leider gibt das Promoschreiben zu nachfolgender Aussage keine Beweise her, aber ich gehe mal davon aus, dass Magnus Karlsson am Songwriting nicht ganz unbeteiligt war. Zu sehr tragen die meisten Nummern spätestens mit Beginn des Gitarrensolos seine Handschrift, meist wird man aber im Refrain schon daran erinnert, dass er an Glanztaten wie KISKE/SOMERVILLE oder den drei endlosguten ALLEN/LANDE-Projekten beteiligt war. Hymnische Refrains, die einen stundenlang durch den Tag und manchmal auch bis tief in die Nacht begleiten. Das nennt man Nachhaltigkeit. Ralf Scheepers singt sich wie immer in bester Metalmanier durch die trademarkverseuchten Texte und ein Refrain wie "Raise your fist, walk with me through the fire, come with me through heaven and hell, chroming wheels and thunder roars, we fight demons and war, you will see, it's all true in the end" klingen bei PRIMAL FEAR irgendwie nie nach MANOWARscher Metaltrueness.

Zu den beiden schon erwähnten Musikern gesellt sich an der zweiten Gitarre noch Alex Beyrodt, der für Freunde der hartrockenden Zunft schon lange kein Unbekannter mehr ist. Zusammen mit Mat Sinner, der bei PRIMAL FEAR für Druck im Bassbereich sorgt, veredelt er an den 6-Saiten die Songs dessen Hauskapelle, hat mit D. C. Cooper gemeinsame Sache bei SILENT FORCE gemacht und letztens noch mit seiner Soloband für gute Kritiken rund um den Globus gesorgt. Neben dem genannten Mat Sinner sorgt dann noch Randy Black für Stabilität im Rhythmusgerüst. Das der Mann schon bei ANNIHILATOR und REBELLION getrommelt hat, lässt sich hier eindrucksvoll hören. Was hat der einen Wumms in den Beinen. Sagenhaftes Doublebass-Drumming sorgt für manchen Nackenbrecher während der Spielzeit von "Unbreakable". Dass der Mann aber auch für uns Udo(Lindenberg) beim Song Zwischen Hildesheim und Alzheim getrommelt hat, dürfte den wenigstens bekannt sein.

Mit einer solchen Truppe im Studio kann man kein schlechtes Album in den Kunststoff schleifen, dafür ist "Unbreakable,"" der beste Beweis. Soundtechnisch gibt es nix, aber auch gar nix zu motzen. Da ist genretypisch und abmischungstechnisch alles am rechten Platz. Und wenn andere Gazetten schreiben, dass die Scheibe zum Ende hin etwas schwächelt, dann ist das Meckern auf hohem Niveau.

Ich gebe ja zu, dass ich mit dieser Truppe um Mat Sinner und Ralf Scheepers nur am Rande in Kontakt gekommen bin, denn , meine metallischen Spitzenplätze waren mit anderen belegt. Aber "Unbreakable" könnte durchaus seinen Platz im Olymp anmelden.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 07.02.2012


 
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