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| Picket Fence Cartel, Tooth&Nail, 2009 |
| Andrew Schwab |
Vocals |
| Randy Torres |
Guitar |
| Steven Dail |
Bass |
| Länge: 39 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Destroyer | 7. A John Hancock With The Safety Off |
| 2. The Butcher | 8. Two GLass Eyes |
| 3. The Spectale of Fearsome Acts | 9. Cyclonous |
| 4. Dark Angel Dragnet | 10. The Black Brigade |
| 5. Cold And Calculated | 11. To Sand We Return |
| 6. Cement Shoes |
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Um diese Jungs kann es einem fast schon leid tun! Seit nunmehr 13 treiben Andrew Schwab am Gesang, Randy Torres an der Gitarre und Steven Dail am Bass als PROJECT 86 ihr Unwesen im Underground. Am Schlagzeug gab es - wie bei vielen Bands - diverse Umbesetzungen und wer auf dem aktuellen Dreher seine Finger um die Sticks krümmte ist mir nicht bekannt. In den Staaten gehen die Jungs aus Orange County (CA) inzwischen nicht mehr nur noch auf die kleinen Bühnen, dort werden auch schon größere Bühnen in Schutt und Asche gelegt. Bis dahin war es allerdings ein langer, nicht immer einfacher Weg, der aber auch so manche glückliche Fügung bereithielt, die dafür sorgte, dass man mehr und mehr bekanntwerden konnte. Eine dieser Fügungen waren sicherlich die Tourneen mit P.O.D., LINKIN PARK oder auch QUEENSRYCHE. Schlussendlich wurde noch ein gewisser MARILYN MANSON auf die Jungs aufmerksam und sorgte dafür, dass der Song "P.S." vom "Drawing Black Lines"-Album den Weg auf den "Blair Witch 2"-Soundtrack erhielt. Danach folgten etwas ungewollte Streitigkeiten mit ihrem Management und dem daraus resultierenden Ende der Zusammenarbeit mit ihrem Label "Atlantic Records" und sie standen erstmal im Regen. Die daraus gewachsene Wut ließen die Kalifornier in ihrem 2004-er Album "Songs To Burn Your Bridges By" lautstark auf die Hörer niederprasseln - und ihre Fans waren glücklich. "Tooth & Nail"-Records wurde wieder auf die Jungs aufmerksam (denn ganz zu Beginn waren sie schon bei einem kleinen T&N-Sub-Label) und nahm sie unter ihre Fittiche. Dort erscheint nun auch ihr 7. vollständiges Album "Picket Fence Cartel
Auf diesem lassen die Jungs in bester FOO FIGHTERS, KORN (allerdings nicht ganz so heftig), teilweise P.O.D.-Manier ein Riffgewitter der Extraklasse aus den Boxen donnern. Andrew Schwab - Frontschreihals und Texter der Band - schreibt und schreit sich nach wie vor seine Wut und seine Gedanken über diese gottlose Welt von der Seele. Gitarrensoli sind dafür überflüssig, da ist kein Platz für - hier wird geklotzt, was das Zeug hält. Schon "Destroyer" lässt nach dem elektrifizierenden Intro erahnen, wohin die Reise gehen wird. Der Bass knurrt, die Gitarre fräst sich durch die Noten und die Drums hämmern alles platt, was nicht schnell genug aus dem Weg geht. Kurz vor dem Refrain geht das Projekt in die Knie um im Refrain dann zur vollen Wucht zu explodieren. Danach schwingt der "Butcher" seine Messer und tranchiert die Gehörgänge in kleine Häppchen. Das nachfolgende "The Spectacle" steht dem in nichts nach. "Dark Angel Dragnet" kommt mit einem hymnenhaften Refrain nicht gemäßigter aber doch irgendwie anders aus den Boxen geröhrt. Danach geben die Amis dem Pedal die Vollgasstellung und hauen "Cold And Calculated" weder kalt noch kalkuliert in bester Punk-Thrash-Metal-Manier aus der Membran. Spätestens jetzt dürfte klar sein, dass PROJECT 86 keine Musik zur Abendstille bescheren. Die noch ausstehenden sechs Songs brauchen nicht weiter erwähnt zu werden, denn sie fügen sich kompromisslos und ohne Aussetzer ins Gesamtbild ein - no fillers! Just killers! Wer also mal die Ohren freigepustet haben muss und keine Lust auf den HNO-Arzt hat, sollte sich das hier gepflegt unter den Kopfhörern zu Gemüte führen - nichts für schwache Nerven.
Live sind die Jungs im Übrigen eine Wucht, davon durfte ich mich schon diverse Male selbst überzeugen. Auch dieses Jahr werden sie in Deutschland auf dem kleinen aber wichtigsten christlichen Rock- & Metalfestival in Ennepetal als Headliner auf der Bühne stehen und dem Volk wieder die volle Breitseite geben. Christlich? Genau! Aber: Andrew Schwab selbst sagt, dass sie eine christliche Band sind, aber nicht als solche gelten wollen. Mit ihnen müsse man sich beschäftigen um hinter das Geheimnis ihres Lebens zu kommen, so Andrew Schwab in einer Aussage über seine Band. Wenn also PROJECT 86 den Hammer kreisen lassen, dann nicht den der Bekehrung, sondern den der Musik.
Von daher schnellstens die Scheibe besorgen und dann Karten für die Christmas Rocknight in Ennepetal bestellen.
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