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... On The Run...

Live In The Netherlands
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... On The Run... - Live In The Netherlands
... On The Run... - Live In The Netherlands, Eigenvertrieb, 2011
Arne Dieckmann Guitar, Vocals
Tim Schwarz Guitar, Vocals
Steffen Grund Bass
Chris Drums
Produziert von: Railroad Länge: 72 Min 05 Sek Medium: CD
1. I Dunno8. Let's Talk About
2. Ready To Rock (2 Blokes)9. The Hunter
3. Under Construction10. Bad Boy
4. A Little Letter11. Rock'n'Roll Queen
5. Got No Way Out12. For A Ride
6. Bottle Of Beer13. Wanted Man/On The Run
7. Thinkin'14. Railroad Boogie

Warum RAILROAD RAILROAD heißt, dürfte jedem 4/4-Rocker klar sein. Es ist auf jeden Fall nicht auf einen Sponsoringvertrag mit der Deutschen Bahn zurückzuführen, eher schon auf die Urgewalt, die so eine Dampflokomotive entwickelt, wenn sie mit 140 Sachen durch den Rock'n'Roll-Bahnhof stampft, auf jeden Fall aber wegen dem gleichnamigen Song von STATUS QUO aus dem Jahr Schnee. Völlig unklar bleibt hingegen, warum man eine Band KETTCAR nennt.
Der Hamburger Rock'n'Roll Train RAILROAD hat seine erste Live-CD eingedampft - und es ward ein "Steam train" der Marke "Big Boy".

Boogie ist eine Passion und Arne Dieckmann zelebriert sie mit RAILROAD nun schon seit 22 Jahren. Reich und berühmt ist er damit nicht geworden, aber ganz sicher kann man mit dieser Musik das Leben leichter ertragen, korrupte Bundespräsidenten ignorieren und das Ende eines fairen Staates hinweghüpfen. Boogie ist eben auch ein Elixier gegen Frust und Sorgen des Alltags. Nett, dass der in Holland in einem Club namens "Ma Kelly's" aufgenommene Gig nach einem kurzen Miss-Marple-Intro mit dem ebenfalls 22 Jahre alten Song I Dunno von den GEORGIA SATELLITS startet. Die Boogie-Schräglage ist sofort da, Dan Baird kriegt sie heutzutage nicht besser hin, die erneut ausgetauschte Rhythmusabteilung pumpt massiv, Dieckmann und Schwarz geben an der Riff-Front alles und bringen den Hörer zum Grinsen.
Die Setlist besteht aus Nummern der Alben "Where To Go" und "something good" plus dem hier explodierenden Bandklassiker Railroad Boogie und ein wenig adaptiertem Zeug. Leute, das schnarrt und lässt dir die nicht vorhandene Rückenbehaarung strammstehen. Die Leads wechseln ständig, kommen manchmal sogar doppelläufig, der als Bassist zurückgekehrte frühere Gitarrist Steffen Grund knüppelt und der kleine Club ist ebenso begeistert wie der Heimhörer. Das ist Rock & Roll.
Gänzlich außer Kontrolle gerät die Schose beim 13-minütigen Wanted Man/On The Run. Inklusive aller Timing-Unebenheiten wird hier so gnadenlos gebolzt wie zuletzt auf… ach, Ihr wisst schon.
RAILROAD = Boogie = geile Show.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 03.01.2012

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