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Roswell Six

Terra Incognita:

Beyond The Horizon
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Terra Incognita: Beyond The Horizon
Terra Incognita: Beyond The Horizon, ProgRock Records, 2009
Lana Lane, Michael Sadler, James LaBrie, John Payne Vocals
Erik Norlander Keyboards
Gary Wehrkamp, Chris Brown Guitar
Kurt Barabas Bass
Chris Quirarte Drums
David Ragsdale Violin
Mike Alvarez Cello
Martin Orford Flute
Produziert von: Eric Norlander, Shawn Gordon, Kevin J. Anderson Länge: 67 Min 28 Sek Medium: CD
1. Ishalem8. The Sinking Of The Luminara
2. The Call Of The Sea9. The Winds Of War
3. I Am The Point10. Swept Away
4. Here Be Monsters11. Beyond The Horizon
5. Letters In A Bottle12. Merciful Tides
6. Halfway13. The Edge Of The World
7. Anchored

"Terra Incognita: Beyond The Horizon" ist eigentlich ein außergewöhnliches Album. Warum 'eigentlich'?
Nun, lasst es mich folgendermaßen erklären. Außergewöhnlich ist die Entstehungsgeschichte, denn die Story sind Adaptionen von dem damals noch nicht erschienenen neuen Fantasie-Roman "Terra Incognita: The Edge Of The World". Außerdem stammen die Texte zu diesem Werk (auch das gab es meines Wissens noch nie zuvor) von dem Autor des Romans Kevin J. Anderson und seiner Frau, der Bestsellerautorin Rebecca Moesta; beide sind Liebhaber des klassischen progressiven Rock.

Die Story erzählt die Geschichte zweier sich feindselig gestimmter Kontinente. Schuld an dieser Misere sind die unterschiedlichen Glaubensauffassungen. Als die Stadt Ishalem, die beide Kontinente verbindet, in Flammen aufgeht, beschuldigen sich beide gegenseitig und das Gemetzel beginnt. Im Mittelpunkt der Story steht ein Liebespärchen, das durch den Krieg auseinander gerissen wird. Man kämpft gegen mystische Seeungeheuer, die Schwadronen des Feindes und gegen die Sehnsucht.

Für die musikalische Umsetzung hat man Erik Norlander beauftragt, der das Ganze durch Rollenverteilung der prominenten Musiker als symphonische Rockoper aufgebaut hat. Schon habe ich mein nächstes Stichwort, denn prominente Musiker sind tatsächlich dabei, als da wären: James LaBrie (DREAM THEATER), Michael Sadler (ex SAGA), Lana Lane, John Payne (ASIA), Kurt Barabas (AMARAN'S PLIGHT, UNDER THE SUN), Gary Wehrkamp (SHADOW GALLERY), Chris Quirarte (PRYMARY, REDEMPTION), David Ragsdale (KANSAS) und Martin Orford (ex IQ). Allerdings hatte diese Schar wenig bis gar keinen Einfluss auf die Musik und ist ein Grund, weshalb es nur eigentlich ein außergewöhnliches Werk ist.

Schon mit den ersten Tönen von Ishalem ist deutlich zu hören, wer für die Musik verantwortlich zeichnet, denn ähnliche Klänge hat man schon auf Lana Lanes Album "Secrets Of Astrology" gehört, um nur mal eines der Alben zu erwähnen. Lediglich das schöne Spiel der Violine von Herrn Ragsdale lässt einen für einen kurzen Moment aufhorchen.
Wie der erste Track ist auch The Call Of The Sea eine Up-Tempo Nummer im Bereich des symphonischen Metal, wie schon zu oft gehört bei Mucke die aus Norlanders Feder stammt. Die Ballade Halfway, gesungen von Lana Lane, weist ebenfalls eine zu starke Ähnlichkeit zu dem bereits erwähnten Album von ihr auf.
Tja, nicht genug damit, dass man sich selbst kopiert, bedient man sich bei Here Be Monsters musikalisch auch noch bei AYREON. So strotzt die Musik des Rundlings von Ideenlosigkeit, bis auf einen Song, der sich erwähnenswert hervorhebt, und das ist die instrumentale Nummer The Sinking Of The Luminara. Ertönt dieser Track für meine Ohren am proggigsten, mit schönen Keyboardläufen und vor allen Dingen geht der Bass - auch mit einem Solo - gut ins Ohr.

"Terra Incognita: Beyond The Horizon" geht auf Grund von Mangel an neuen Ideen nur als hörbare Durchschnittsware durch. Da lobe ich nach wie vor Clive Nolan, der mit seinem Projekt CAAMORA und dem Werk "She" zwar ebenfalls Musik am Rande des Kitsches, jedoch eigene Ideen bei der musikalischen Umsetzung verbraten hat, und man nicht auf Anhieb sagen konnte, das klingt wie dieser oder jener Künstler.

Michelle Karayilan, (Artikelliste), 18.07.2009

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