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Sacrum

Cognition

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Cognition
Sacrum
Cognition, Transgenia Records, 2007
Martin Guerrero Guitars, Backing Vocals
Estanislao Silveyra Lead Vocals
Agustin Sedano Acosta Drums
Mariano Herraiz Keyboards
Diego Cipolla Bass
Gäste:
Josefina Silveyra Vocals (The Dream Prisoner, Sacrum)
Nicolás Perez Vocals (Sacrum)
Produziert von: Martin Guerrero Länge: 49 Min 25 Sek Medium: CD
1. Translation6. Sacrvm
2. The Dream Prisoner7. Innerself
3. Stay8. Cognition
4. In Memory9. No Turning Back
5. Made As One

Die Argentinier können hier ein "v" nicht von einem "u" unterscheiden? Es ist also vollkommen wurscht, ob wir von SACRVM oder von SACRUM sprechen, denn es ist ein und dieselbe Formation gemeint. Und keine Angst, wir hören hier keinen Tango Argentino, obwohl der bekanntermaßen auch in verschiedenen Taktfrequenzen daherkommt. SACRUM spielen herzhaften Progressive Power Metal, sind dabei aber nicht zu verspielt. Wem die letzten Veröffentlichungen von u. a. PAGAN'S MIND zu melodiös erscheinen, der sollte ein Ohr riskieren.

Die Herkunft der Musiker lässt sich am wenigsten in den gewählten Gesangsharmonien leugnen, den spanischen Akzent von Sänger Estanislao Silveyra gibt es gratis dazu. Ist das ein Manko? Nein, ganz sicher nicht, denn ansonsten hätte man Klaus Meine schon vor etlichen Jahren den Mund verbieten müssen. Weitere Vergleiche sind unzulässig, denn SACRUM spielen im Gegensatz zu den Hannoveranern dann doch eben anspruchsvollere, technisch versiertere Musik.
In Buenos Aires dürfen die Jungs zuweilen für die Götter von DREAM THEATER eröffnen. Ich kann die Live-Performance nur erahnen, aber unter normalen Umständen müsste sich ein James LaBrie da warm anziehen. Ja, ich weiß, der gute James trägt eine große und treue Fangemeinschaft mit sich, ohne die er wahrscheinlich schon längst aus der Band geflogen wäre. Und Fans kaufen eben Alben, das ist nun mal so. Kaufen sollte man sich allerdings wirklich "Cognition", denn hier treffen Ideen, Power, gelungene Melodien und ein wenig Virtuosität aufeinander und ergeben so ein sehr gutes Package. Obwohl die Keyboards einen symphonischen Unterton besitzen, werden die Songs im Wesentlichen vom Gitarristen und musikalischen Kopf Martin Guerro dominiert.
Schlagzeuger Agustin Sedano Acosta legt von Beginn an einen ordentlichen "Riemen auf die Orgel" und treibt die gesamte Formation mächtig an. Dabei stehen die Bässe und die Drums so gut wie immer famos im Einklang. Ganz schwierig ist es, ein bestimmtes Stück hervorzuheben, denn auf diesem Debüt gelingt es SACRUM ein gleich bleibend hohes Niveau beizubehalten. Translation wuchtet sich sofort ins Ohr, The Dream Prisoner fährt mit noch etwas prägnanteren Riffs auf und in Stay geht es zu Beginn mittels Piano leicht melancholisch zu.
Das ist ohnehin ein Attribut, welchem man zudem Respekt zollen muss, denn der Hörer taucht in eine typische SACRUM-Aura ein. Vielleicht liegt es daran, dass die Band gerade im symphonisch-metallischen Bereich nicht ganz so heavy wie die Kollegen von SYMPHONY X vorgeht. Aber dennoch, weit entfernt von sanft anmutenden Soundorgien, genießen wir die düstere Stimmung in In Memory. Da überrascht uns das Gegrunze in Sacrvm überhaupt nicht mehr.

Kaum zu glauben, dass es sich bei "Cognition" um ein Debüt handelt. Nun gut, die Band wurde bereits im Jahr 2003 gegründet, so dass bisher ausreichend Zeit vorhanden war, sich mit dem präsentierten Songmaterial zu beschäftigen. Umso spannender ist es, ob SACRUM in der Lage sein werden, ein ähnlich gutes Album nachzulegen.
Würden wir hier Wertungen vergeben, wären es gute 8 von 10 Punkte, um ja noch etwas Spielraum nach oben zuzulassen.
Respekt, sehr starke Scheibe aus dem Bereich des Progressive Power Metal!

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 23.04.2008

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