| In shadows lost from the brave, Frontiers Records, 2008 |
| Jan Thore Grefstad | Vocals |
| Nobby Noberg | Bass |
| Toya Johansson | Guitars |
| Ronny Milanowicz | Drums |
| Produziert von: Jens Borgren & Saint Deamon |
Länge: 45 Min 42 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. The exodus | 8. Black symphony |
| 2. My Judas | 9. Deamons |
| 3. In the shadows lost from the brave | 10. The brave never bleeds |
| 4. My heart | 11. My sorrow |
| 5. The burden | 12. Run for your life |
| 6. No mans land | 13. My heart (Video) |
| 7. Ride forever | |
 |
Zwei Seelen streiten in meiner Brust, wenn ich mich mit SAINT DEAMON auseinandersetzen soll. Mit dem Debüt "In shadows
lost from the brave" ist der schwedisch-norwegischen Band zweifellos eine ordentliche Melodic Metal-Scheibe gelungen.
Schließlich sind auch keine blutigen Anfänger am Start, sondern gestandene Musiker, die sich ihre ersten Sporen bei
Bands wie DIONYSUS, HIGHLAND GLORY oder im Zusammenspiel mit
TNTs
Ronni Le Tekro erworben haben.
Noch beeindruckender ist allerdings die Liste der Künstler mit denen man bereits gemeinsam Songs geschrieben hat,
angefangen von PRIMAL FEAR und
SINNER über
HAMMERFALL und
CANS hin zu RIDE THE SKY.
So gibt es am Songwriting an sich auch kaum etwas zu mäkeln, wobei besonders auffällt, dass SAINT DEAMON mit ihrer
extravaganten und mit überraschenden Details gespickten Rhythmusarbeit fast schon in progressiv-metallische Gefilde
vorstoßen.
Hingebungsvolle HELLOWEEN-,
SONATA ARCTICA- oder
STRATOVARIUS-Anbeter werden bei SAINT
DEAMON selbstredend voll und ganz auf ihre Kosten kommen, aber. und dieses ganz dicke 'aber' kann und will ich nicht
einfach unter den Teppich kehren!
Auch wenn man von vereinzelten extremen Momenten abgesehen keine Chance hätte SAINT DEAMON eine Plagiatsklage
anzuhängen, so ähnelt der Sound der Band über weite Strecken einfach zu sehr einigen anderen Melodic Metal-Vertretern.
Von echtem Wiedererkennungswert kann man da beim besten Willen nicht sprechen.
Das ließe sich angesichts der angeführten kompositorischen Qualitäten noch verschmerzen, würden SAINT DEAMON nicht all zu
oft auf aalglatten Tralala-Refrains setzen, mit denen sie ihren Songs dann den Reißzahn ziehen.
Schade, da wäre mehr drin gewesen. So aber werde ich das Gefühl nicht los, dass SAINT DEAMON sich mit "In shadows lost
from the brave" etwas unter Wert verkaufen.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|