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| Live! In America, Blitz Touring Inc, 2009 |
| Steve Priest |
Bass, Vocals |
| Stuart Smith |
Guitar, Vocals |
| Joe Retta |
Lead Vocals, Acoustic Guitar |
| Richie Onori |
Drums |
| Stevie Stewart |
Keyboards, Vocals |
| Produziert von: Dave Jenkins |
Länge: 78 Min 53 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Action | 9. Sweet Dream |
| 2. Fox On The Run | 10. Sweet F.A. |
| 3. Hell Raiser | 11. Turn It Down |
| 4. Love Is Like Oxygen | 12. Teenage Rampage |
| 5. Blockbuster | 13. Little Willy |
| 6. Windy City | 14. AC/DC |
| 7. Wig Wam Bam | 15. Set Me Free |
| 8. The Six Teens | 16. Ballroom Blitz |
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Diese neue Live CD von (THE) SWEET - Sweet captured live at the Morongo Casino in California on August 30th, 2008! - bietet… Moment mal! Neue CD? Neue Live-CD? Von SWEET? Aus den USA? Wie kommen die denn da hin, und wer ist das denn überhaupt - die gibt's doch gar nicht mehr.
Doch, gibt es, und zwar sogar doppelt. Zum einen gibt es die europäischen SWEET mit dem Gitarristen Andy Scott, und nun also auch die US-Version des Bassisten Steve Priest. Die beiden anderen Originalband-Mitglieder - Brian Connolly (Vocals) und Mick Tucker (Drums) sind zwischenzeitlich verstorben.
Hier haben wir also ein Angebot der US-Version, die Priest um sich geschart hat. Auf MySpace liest sich die Liste der Bands, in denen die anderen mitgewirkt haben, wie ein Who is Who des Classic Rock. Damit dürfte die Frage nach der Kompetenz der Musiker geklärt sein - das sind nicht irgendwelche Fiedeldiemachmal- und Sahnab-Leute, sondern gute Handwerker.
Geboten werden all die Hits, die die Band groß gemacht haben, angefangen bei dem Album - hmm, der Singles-Collection - "Sweet" bis hin zum letzten Aufbäumen der ursprünglichen Mitglieder als Band, "Level Headed", von dem das wunderbare Love Is Like Oxygen geboten wird.
Zwar war in meinen Kreisen - Gymnasium, Oberstufe Anfang der 70er - alles was unterhalb von YES oder THE NICE war absolut inakzeptabel (bis auf die STONES, GRAND FUNK und LED ZEP natürlich), und so ein Bubblegum Geblubbere wie Co Co oder Tom Tom Turnaround ging ja nun gar nicht; aber es wurde dann doch mitgesummt, wenn keiner zuhörte. Und dann dieser Sänger mit seiner blonden Mähne, wo man doch gerade noch T. REX' Marc Bolan akzeptieren konnte.
Aber als der Ballroom Blitz, Fox On The Run oder Hellraiser zu hören waren, musste man doch widerwillig zugeben, dass das gar nicht so schlecht… Diese perfekte Mischung aus Chinn-Chapmannschen catchy Hooks und knackigen Gitarrensounds hatte schon was. Aber trotzdem wurde das für mich nie zu einer Album-Band. Was, im Nachhinein betrachtet, schade ist, denn die Jungs waren wirklich heftig bemüht, sich vom Bubblegum zu lösen und gute Musik zu machen. Zum Extrem kam es dann auf "Level Headed"'s zweiter Seite 1978 - da gab es richtige Kammermusik; und das war dann auch das Aus für die Originalband, denn Connolly schmiss hin. Zwar gab es noch weitere Alben, aber die große Zeit war passé.
Fast Forward. Über 30 Jahre später also gibt SWEET ein Konzert in den USA, die übrigens nie wirklich ein Markt waren, wo die Band langfristig solchen Erfolg hatte wie hier in Europa, und insbesondere auch in Old Germany.
Gleich in die Vollen mit drei Knallern: Action, Fox On The Run und Hell Raiser. Die Gitarre knarzt so wie auf den Originaltracks, die Drums liefern dieselben Breaks, der Bass pumpt und während Joe Retta nicht DIE Stimme von Brian Connolly hat, ist seine Performance ohne Fehl und Tadel.
Fox… mit seinen sich ständig ändernden Drum-Patterns kann exemplarisch stehen für das, was die Band abliefert: abwechslungsreiche Rocksongs, denen der Zahn der Zeit nichts anhaben konnte und die einfach richtig gut sind. Punkt. In der Instrumentalpassage von Action gab es dann einen kurzen Schlenker in Richtung Pomp und Prog Rock, wofür QUEEN dann später ganze Albumseiten verbraten durfte. Man stelle sich mal vor, die Jungs hätten noch länger durchgehalten damals! Auch längere Stücke wie Sweet Dream oder Sweet FA kommen gut und originalnah rüber. Zwar fiepen die Keyboards ab und zu etwas heftig, und die ganz hohen Vokalpassagen kommen auch nicht 100%, aber selbst wenn die Band noch alle Originalmitglieder hätte, wäre das heute nicht mehr der Fall, also was soll's.
[Die kamen bei SWEET noch nie zu 100% astrein. Red.]
Für wen ist das also einen Griff ins Portemonnaie wert? Für den Sweetfan, der seine Lieblingstracks frisch und gut live hören will; für den Rockfan, der einfach einen Trip zurück durch die Zeit machen will und dabei gute Musik hören möchte; für den Youngster, der so die guten alten Zeiten kennenlernen kann, und für alle die, die eine gute Zeit mit einer guten CD haben möchten. Ähm - also eigentlich für fast jeden.
Voraussichtlich nur bis Ende Oktober 2009 gibt es das Album zum Sonderpreis auch bei Amazon.com als CD oder Download. Ansonsten nur über die SWEET Homepage.
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