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| Nula Jedan, Eigenvertrieb, 2007 |
| Sébastien Fillion |
Vocals, Guitars, Bass, Synthies, Pianos, Whistles, Percussions |
| Arnaud Fillion |
Cellos |
| Claire Northey |
Violins |
| Philippe Maullet |
Drums, Percussions |
| Jéremie Maxit |
Tablas (La Lumiere) |
| Jérôme Blanc |
Trombone (Au Ciel & 01) |
| Samuel Maurin |
Bass (La Lumiere & 01) |
| Hugo Quillet |
Trumpet & Horns (Au Ciel & 01) |
| Violette Corroyer |
Choirs |
| Produziert von: Sébastien Fillion |
Länge: 66 Min 26 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Ex-Slave | 6. Au Ciel |
| 2. Ici | 7. Revoir |
| 3. La Lumiere | 8. 01 |
| 4. J'Aurais Pu | 9. Ces Reves-La |
| 5. Danse Des Air | |
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Bei dem Namen THORK fallen einem die Fantasy-Romane von Dennis L. McKiernan ein, der die Kämpfe von Thork und den Elfenkriegern beschreibt. Oder handelt es sich schlicht um die bekannte belgische und gleichnamige Comic Serie? Das dürfte schließlich egal sein, denn hier haben wir ein französisches Feinschmecker-Projekt, an dessen Kopf der Musiker und Sänger Sébastien Fillion steht. Der spielt nämlich fast alle Instrumente selbst und bringt sich zudem mit einer angenehmen, allerdings wenig auffälligen, Stimme ein.
Dazu hat er sich ein paar Mitstreiter gesucht und mit "Nula Jedan" das inzwischen dritte Album unter dem Pseudonym THORK veröffentlicht. Dabei geht die Formation sehr atmosphärisch zu Werke. Eher auf leisen Sohlen als mit heftigen Brettern offerieren uns THORK knapp 66 Minuten ihrer Musik, welche stilistisch kaum in einer Schublade zu verstauen ist. Mal Neo-, mal Retro-Prog, im Ergebnis wohl am ehesten Artrock.
Ambient eröffnen die Franzosen mit dem über 12-minütigen Ex-Slave, leicht melancholisch mit wunderbar integrierten Cello-Klängen, welche Arnaud Fillion beigesteuert hat. Da fällt der Folgetrack Ici wirklich aus der Rolle. Fast schon mainstream, seine progressive Ader niemals verlierend, rocken sich THORK für ihre Verhältnisse recht heftig in die Ohren des geneigten Fans. Überhaupt sucht man den Crunch in den Gitarren oftmals vergebens, denn zumeist ertönen die Klampfen klar und unverzerrt, und machen in Teilbereichen einen folkigen Eindruck.
Die Kompositionen stammen fast allesamt von Sébastien Fillion. Um einen Vergleich zu älterem Material anzustellen, fehlt uns leider der Vorgänger "We Ila" aus dem Jahr 2004. Das aktuelle Werk "Nula Jedan" ist in den seltensten Fällen sperrig, sondern die Melodieläufe erscheinen weitestgehend anschmiegsam und eingängig. Und hat man den Eindruck, dass die Band im Neo Prog anhält, hören wir sofort eine Kehrtwende. Gekonnt, wie man so schön sagt!
Kurze Nummern findet man nur im genannten Ici und dem abschließenden Ces Reves-La. Wir erhalten zudem einen leicht symphonischen Eindruck in Jàurais Pu, wobei hier auch vor Effekten in den Stimmen kein Halt gemacht wird. Die französische Sprache wirkt, wie eigentlich immer, sehr angenehm und feinfühlig. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gesangsharmonien emotional und anklagend beim Hörer ankommen sollen, oder ob sich Sébastien Fillion songdienlich und eigentlich unbedeutend in die Stücke integriert.
Ein paar Durchläufe sind erforderlich, um uneingeschränkten Zugang zu diesem progressiven Werk zu finden. Doch dann offenbart sich eine interessante musikalische Reise in die Welt von THORK!
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