HoR Logo kl CD-Review:

Logo Anthrax

Worhsip Music

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Anthrax Homepage
Link MySpace:
Anthrax @ MySpace.com
Link Plattenfirma:
Nuclear Blast
Link Kaufen:
www.amazon.de
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Worhsip Music
Worhsip Music, Nuclear Blast, 2011
Joey Belladonna Vocals
Frank Bello Bass
Charlie Benante Drums
Rob Caggiano Guitar
Scott Ian Guitar
Gast:
Alison Chesley Cello
Produziert von: : Anthrax and Rob Caggiano Länge: 55 Min 58 Sek Medium: CD
1. Worship (Intro)8. The Giant
2. Earth On Hell9. Hymn 2
3. The Devil You Know10. Judas Priest
4. Fight 'Em 'Til You Can't11. Crawl
5. I'm Alive12. The Constant
6. Hymn 113. Revolution Screams
7. In The End

"Geh mich wech mitti Kaspertruppe" - ja, so ziemlich genau das war meine Antwort, als ich angefragt wurde, ob ich für unser geliebtes Home Of Rock über die neue ANTHRAX-CD würde schreiben wollen. Anstatt meine Antwort ernst zu nehmen hatte ich ein paar Tage später den neusten Dreher dieser leicht chaotischen Truppe im Briefkasten liegen.

Für mich waren die Amis nach ihrem ganzen Sänger-Hickhack nicht mehr Ernst zu nehmen. Das war doch unter aller Sau, was da im Zuge der Reunion-Tour, Big 4-Tour und den Aufnahmen zu dieser CD alles abgegangen war. Zudem gibt es für mich nur zwei amtliche ANTHRAX-Scheiben: "Fistful Of Metal" und "Persistence Of Time"! Alles dazwischen war nicht schlecht, alles danach kalter Kaffee. Von daher: abgeschrieben und nicht weiter beachtet.

Jetzt also "Worship Music". Gut, als gläubig denkender und lebender Mensch bekommt man mit dem Album-Titel natürlich ein wenig Bauchschmerzen, auf der anderen Seite darf man aber nicht vergessen, dass diese Band sich noch nie so ganz ernst genommen hat, provozieren will und wollte und das somit zu ihrem Trademark erhoben haben. Also, Covergestaltung und Albumtitel keiner weiteren Betrachtung unterziehen und den Rundling in den Player geschoben.

Es wabert entspannt aus den Boxen - Vorgeplänkel - und dann mit dem zweiten Song trifft es mich unter den Kopfhörern mit aller Wucht. Der Duracell Hase an den Drums schlägt gnadenlos zu, Joey Belladonna erhebt seine Stimme und es scheint seinen Ausstieg scheinbar nie gegeben zu haben. Kompakt und mit einer unbändigen Spielfreude fräsen ANTHRAX einen Hammersong nach dem anderen in den Kunststoff. Heidewitzka, Herr Kapitän, da geht ja doch noch was. Ich bin begeistert. Melodien, die sich im Gehirn festfressen, Riffs in Hülle und Fülle, Nackenbrecher ohne Ende und eine Geschwindigkeit, die den Hörer glückselig in die Vergangenheit beamt.

So machen ANTRHAX Spaß. Wenn sie dann noch in In The End ihren Helden Dimebag und Dio huldigen und singen "And when the greatest falls, Heaven and Hell will call", möchte man fast eine Träne im Knopfloch vergießen. "Judas Priest" ist eine Verbeugung vor - ratet selbst …! Und davor, dahinter, dazwischen, ANTHRAX pur, gewaltig und mit neuer Energie.

Ich schließe mit den Worten des Metal Hammer (UK): "Welcome back, boys!"

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 10.11.2011


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt