|
|
| Age Of Wisdom, Bad Things Music, 2010 |
| Donnie Creitz |
Lead/Rhythm/Slide Guitar |
| Kelly Endsley |
Drums |
| Harvey Jackson |
Vocals, Bass |
| Don Sloan |
Vocals, Lead/Rhythm Guitar |
| Produziert von: Bad Things & Kelmeister Productions |
Länge: 41 Min 22 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Prison Train | 6. Numb |
| 2. Killing Time | 7. Flame Burns Out |
| 3. Jack The Ripper | 8. Better Than You |
| 4. Revolution Man | 9. P.O.D |
| 5. Where Few Have Tread | 10. Age Of Wisdom |
 |
REBEL PRIDE Numero Zwei tritt an, die Southern Rock Fans zu erfreuen - neue Band aus Tulsa, Oklahoma, und dies gründlich … und finster - es gibt "blood shed eyes" (blutunterlaufene Augen) der "unholy dead", ein Lava-Zweigitarrensound, der BLACK SABBATH und BLUE ÖYSTER CULT in sich vereint, wobei SABBATH den Sound und CULT die Texte beigesteuert haben könnte, und die Zweigitarrenattacke an - tja, eben an REBEL PRIDE erinnert.
Es geht zwar gar nicht so finster mit dem Boogie Prison Train los, aber spätestens bei Where Few Have Tread schwappt die Darkness über uns, und wen Numb nicht an SABBATHs "Master Of Reality" oder "4" erinnert, der höre sich zwei Stunden Reden unseres neuen Bundespräsidenten an. Nur um dann plötzlich beim Highlight Flame Burns Out an beste SKYNYRD-Zeiten erinnert zu werden (sogar mit Flöte und akustischem Gitarrenspiel) plus Slide. Und die macht Spaß, die Slide; und der Song auch - eine schöne Ballade. Und Boogie no mo'? Doch, etwa bei Better Than You, aber für HATCHET-Fans ist das eine Spur zu ernst und zu wenig Party, oder will es mir nur im Rückblick so scheinen? Wie auch immer - der Song hat alles, was ein Boogie Train braucht, und der eigentümliche Lead-Singsang, der irgendwo zwischen Rap und richtigem Gesang angesiedelt ist, veredelt das Ganze noch (erinnert an SPOOKY TOOTHs Better By Me, Better Than You, ein Vergleich, der natürlich durch den fast gleichnamigen Songtitel bestärkt wird). Bei P.O.D sind wir dann auch musikalisch im BÖC Land.
Damit wären die Koordinaten dieser Musiklandschaft festgelegt - finstere Riffs, noch finsterere Texte, ab und an ein Boogie, sonst aber SABBATH-Lava. Alles gut produziert und gut dargebracht und unterhaltsam. Aber - man muss schon seine finstere Seelenseite entdecken oder ewiger SABBATH'n'Southern-Rock-Fan sein, um das hier zu mögen - die Songtitel verraten schon, wo es lang geht. Etwa nach der Hälfte der CD wurde es mir dann zu viel mit dieser Herangehensweise - ich wollte mich nicht dem Messer des Rippers ergeben (Jack The Ripper) und auch nicht die Tore erstürmen (Revolution Man). Nomen est Omen bei dieser Band.
|