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| Miracles And Demons, Northern Blues, 2010 |
| Marc Clarke |
Percussion |
| Mark Clark |
Drums |
| Jimmy Trujillo |
Bass - #2,3,10 |
| Kenny Passarelli |
Piano, Hammond B3, Vocals, Bass |
| Eddie Turner |
Vocals, Guitars |
| Produziert von: Kenny Passarelli und Tim Stroh |
Länge: 54 Min 24 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Booty Bumpin' | 8. Blues Fall Down Like Rain |
| 2. I'm A Good Man | 9. Monkey See, Monkey Do |
| 3. Say | 10. In The Morning |
| 4. Because Of You | 11. Miss Carrie |
| 5. Ride A Painted Pony | 12. Mr Blues |
| 6. Miracles & Demons (Part 1) | 13. Miracles & Demons (Part 2) |
| 7. I Remember | |
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Eddie 'Evil Boy' Turner beehrt uns mit einer bereits 2007 veröffentlichten CD, und trotzdem freuen wir uns.
Eddie ist - wie heißt das jetzt: Afro-Amerikaner (oder ist die political correctness schon wieder woanders?) - und, jawohl, das hört man an der Musik. Zusammen mit seiner Band - u.a. der aus Funk und Fernsehen und von drei Solo LPs bekannte Keyboarder Kenny Passarelli - legt er unter die verschiedenen Spielarten des Blues einen wunderbaren Soundteppich und sorgt so dafür, dass jede Nummer richtig Groove hat. Das ist schon mal was bei einem Blueser.
Sein Gitarrensound ist glasklar und zugleich warm, sanft, und dennoch eigen. Also vielleicht eine Mischung aus Stevie Ray Vaughan und Peter Green? Mit ein bißchen Snowy White? So in der Gegend, ohne das er nun da abkupfert - das ist ja auch nur als Orientierungshilfe gedacht, und soll andeuten, dass hier sehr auf melodisches Spiel geachtet wird.
Aus der Rockmusik fällt mir noch PINK FLOYDS David Gilmore ein - hör mal Miss Carrie - das ist das We Don't Need No Teacher-Solo (auch genannt Another Brick In The Wall (Part II)). Außerdem erinnert er auf manchen Tracks an T.S. McPhee der GROUNDHOGS, obwohl er nicht so zerstörerisch wie der alte TS ist - harmonischer, aber genauso gut.
Es wird alles vom elektrischen Standardblues über akustischen Blues bis hin zum Blues Rock und zurück zum Barroom Blues geboten- und beginnt erstaunlicherweise mit dem sehr dem Pop zugeneigten Funk Booty Bumpin', bei dem Eddie sich noch nicht einmal einen längeren solistischen Ausflug gestattet - das Solo repetiert praktisch nur eine Phrase. Und man denkt - was soll das (obwohl der Booty schon schön bump-ed); und hofft die CD ist bald vorbei. Allerdings nur hier, und nur einmal - denn schon mit I'm A Good Man - dem besagt Barroom Blues: cool, akustisch, ändert sich das, und man zweifelt nicht, dass er ein Good Man ist, und es 'always right' macht, 'even late at night'. Und es groovt so gewaltig wie es eben bei einem solchen Track sein muss. Langgezogene Töne leiten das Solo ein, aber immer noch hält Eddie sich zurück, und spielt 'songdienlich'. Aber natürlich ist diese unterdrückte Glut spürbar, die diesen Song ausmacht. Eddie steuert und hat die Kontrolle, über den Song , und - Lyrics - als der Mann.
Slide ist angesagt in Shuffle Say - und fette Basstupfer treiben dieses Ding sicher nach Hause; und hier gibt es besagtes TS McPhee Solo.
Ride A Painted Pony variiert Bob Segers Fire Down Below bis hin zur Zeile '… here comes old Rosie, she is looking mighty fine', nur das die Rosie hier was anderes macht: 'walking dem street, never had a chance…' . Black & White Rosie und die Unterschiede.
Monkey See, Monkey Do ist ein witziger Uptempo Blues über den Affen auf der Schulter, wieder mit so einem Gilmore-ähnlichem Sound und Solo (naja, etwas schneller als Gilmore spielt er schon …).
Wie auch immer - das ist ein sehr ausgeschlafenes, sehr unterhaltendes, groovendes melodisches Blues Highlight geworden, nicht nur für den Blueser. Daher freuen wir uns über diese Gabe aus 2007.
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