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| First Signal, Frontiers, 2010 |
| Harry Hess |
Vocals |
| Michael Klein |
Guitars |
| Eric Ragno |
Keyboards |
| Chris Schmidt |
Drums |
| Darren Smith |
Background Vocals |
| Dennis Ward |
Bass, Guitars, Background Vocals |
| Produziert von: Dennis Ward |
Länge: 47 Min 46 Sek |
Medium: CD |
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| 1. This City | 7. Feels Like Love This Time |
| 2. When You Believe | 8. Into The Night |
| 3. Part Of Me | 9. When November Falls |
| 4. Crazy | 10. Yesterdays Rain |
| 5. Goodbye To The Good Time | 11. Naked Desire |
| 6. First Signal | 12. |
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Ist euch eigentlich schon mal aufgefallen, wie viele Musiker dieses Jahr schon die Bühne für immer verlassen haben (und ich meine damit jetzt nicht die SCORPIONS!). Ich meine die, die tatsächlich für immer verschwunden sind. Allen voran natürlich Ronnie James Dio. Aber es gab noch andere, die den Vorhang für immer geschlossen haben: Pete Steele von TYPE 0 NEGATIVE, Michael Been von THE CALL, den Drummer von LITTLE FEAT Richie Hayward oder Peter Quaife, ein Gründungsmitglied von THE KINKS, Stuart Cable einer der Drummer der STEREOPHONICS und Paul Dedrick Gray, Bassist von SLIPKNOT. Und erst kürzlich kam Mike Edwards bekannt als Mitgründer von ELO bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Und wer weiß, wie viele noch den Weg ins Jenseits (Heaven or Hell) antreten. Zeit, einen kleinen Moment innezuhalten und sich über die Vergänglichkeit des Seins Gedanken zu machen.
Diese Vergänglichkeit des Seins hat nämlich den großen Nachteil, dass sie auf kurz oder lang auch unsere musikalischen Helden treffen wird. Und was ist dann, wenn AEROSMITH,WHITESNAKE, FOREIGNER und wie sie alle heißen, den Weg in die ewige Rock'n'Roll-Hall-Of-Fame antreten? Wer tritt die Nachfolge an? Wer wird uns dann weiterhin mit guter Musik beschallen? Es wird Zeit, dass die Nachfolge geregelt wird. AIRBOURNE sind schon auf dem besten Weg in die übergroßen Fußstapfen ihrer australischen Helden zu treten. Lady Gaga, Rihanna und die ganzen Hupfdohlen werden Madonna beerben, aber das ist für uns nicht weiter relevant. Eine weitere Frage kann in diesem Zusammenhang beantwortet werden! HAREM SCAREM! Kennste nicht? Ist nicht schlimm, ich auch nicht - außer, dass ich den Namen schon mal gehört habe (wahrscheinlich darf ich nach dieser Offenbarung jetzt meine Tastatur einpacken und das Home of Rock verlassen). Diese kanadische Band war irgendwie in den 90er Jahren eine große Nummer, sind dann wahrscheinlich vom Grunge gegessen worden und daraufhin in der Versenkung verschwunden. Nein, ganz so ist es nicht, tatsächlich gab man sich 1999 einen neuen Namen, machte aber trotzdem unter dem alten weiter. Das ist alles irgendwie verwirrend. Seit 2008 hat man sich offiziell aufgelöst und in alle Winde verteilt.
Harry Hess, der Sänger von HAREM SCAREM, kann aber die Stimmbänder nicht still halten und musste wieder ins Studio. Das ist gut so, denn was dabei herausgekommen ist, kann sich hören lassen. Natürlich wird hier nichts Neues präsentiert, aber man merkt, dass der Mann singen kann und eine Menge an Erfahrung mitbringt. Damit das ganze noch besser und druckvoller wird, hat er sich Dennis Ward von PINK CREAM 69 als Mitmusiker und wahrscheinlich auch Produzenten geangelt und ein feines AOR-Album aus dem Studio gerollt. HAREM SCAREM ist tot, es lebe HAREM SCAREM - äh… FIRST SIGNAL. So heißt die Band jetzt und schließt eine Lücke zwischen BRYAN ADAMS, JOURNEY, BONFIRE, WHITE LION und anderen Protagonisten des hardrockenden Universums. Das kann sich wahrlich hören lassen und macht mit jedem Durchgang mehr und mehr Spaß. Die Songs bleiben im Ohr kleben ohne dabei zu nerven. This City und When You Believe legen in bester AOR-Manier-Feuerwehrmanier los, bevor mit Part Of Me zum ersten Mal ein wenig das Gaspedal gelupft wird. Mit Crazy kommt die erste richtige Ballade. Und die ist richtig gut. Großartig und zeigt, was Harry Hess für ein Organ besitzt. Goodbye To The Good Time hätte man so auch von GIANT hören können, "First Signal" wirkt leider etwas belanglos, nimmt aber wahrscheinlich nur die Stimmung raus, damit man sich auf Feels Like Love This Time freuen kann, einer Melange aus WHITE LION, BRYAN ADAMS zu seinen Hardrock-Zeiten und CINDERELLA. Mit den restlichen vier Songs bleibt man auf der Überholspur und liefert somit ein rundrum gelungenes Scheibchen ab. Das ist die beste Musik um die schlechte Laune vom Anfang dieser Review und auf Grund des "spitzen" Spätsommers zu vertreiben.
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