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| Kings, Tooth And Nail, 2011 |
| Joshua Case |
Bass, Vocals |
| Austin Lyons |
Vocals |
| Eric Martin |
Drums |
| Dan Otis |
Guitar |
| Andrew Stanton |
Lead Guitar |
| Produziert von: Rob Hawkins |
Länge: 39 Min 01 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Brain Damage | 7. The Elevator |
| 2. Heart Attack | 8. Dig You Out |
| 3. Saints & Sinners | 9. Take Me Away |
| 4. Hammers & Anvils | 10. You're A Fake |
| 5. Love & Despair | 11. Foxhole |
| 6. To The Moon | 12. It's Not Fair |
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Austin Lyons gehört zu den Menschen, die in ihrer Kindheit von ihrem Vater eine herbe Enttäuschung hinnehmen mussten. "Im Grunde hat er sich entschlossen uns zu verlassen, weil er eigene Kinder haben wollte, was mich, meine Mom und meine Schwester absolut verwirrt hat. Ab diesem Zeitpunkt habe ich mich entschieden, diese Songs zu schreiben, die wiedergeben, was passiert, wenn die beiden mich verlassen: mein biologischer Vater und der, der sich mein Vater genannt hat." Das war im Alter von 10 Jahren. Wie lange das her ist, ist schwer zu sagen, das Album zumindest kommt dieser Tage auf den europäischen Markt.
Unnötig zu erwähnen, dass "Kings" kein Schmusepopalbum geworden ist, sondern mit jeder Menge Wut im Bauch daher kommt. I AM EMPIRE nennt sich die Band um Austin Lyons, kommt aus San Jose/USA und sie scheinen in den groIen Zaubertranktopf gefallen zu sein, in dem sich Zutaten von DISCIPLE, THOUSAND FOOT KRUTCH, SPOKEN und ANBERLIN befinden.
Seit nunmehr drei Jahren ist das Quintett am Start, hat in der lokalen Szene schon für jede Menge Aufsehen gesorgt und konnte seine ersten beiden Singles You're A Fake und Elevator in den Charts platzieren. Legt man das Debüt in den Player, sollte man den Regler nicht zu sehr aufdrehen, denn die ersten Sekunden passiert auIer leisem Flüstern mal gar nichts. Wenn es dann aber losgeht, dann geht's mit mächtig viel Einsatz ab nach vorne. Brain Damage legt mit einer Intensität los, als gälte es die Welt zu retten. Nach einer peitschenden Strophe kommt ein Refrain mit einem nahezu hymnischen Verlauf. Cooler Einstieg. Heart Attack und Saints & Sinners halten das Tempo hoch, letzterer Song hätte durchaus auch auf dem letzten TFK-Album stehen können. Mit Hammers & Anvils gibt man dem Hörer die zweieinhalbminütige Atempause, bevor mit Love & Despair zum Ende hin das Tempo wieder leicht angezogen wird. To The Moon klingt wie die modernisierte Verjüngungskur eines WHITESNAKE-Songs mit reichlich Kick. The Elevator dürfte in jedem Fahrstuhl für erstaunte Blicke sorgen und entwickelt sich zu meinem Lieblingssong. Straight, schnörkellos und das volle Rockbrett. Dig You Out ist ein interessanter Song mit diversen Wendungen, Take Me Away einer, der neben der Wut die in dem Album steckt, die Seite der Trauer aufzeigt. Gänsehaut pur und ganz viel Emotion. You're A Fake entwickelt sich zu dem Song mit dem meisten Hüpfpotential, Foxhole hätte auch auf einem HOSEN-Album Platz finden können und mit It's Not Fair wird man balladesk aus dem Album entlassen. Das spartanische aber effektvolle Gitarrensolo zeigt, dass man auch mit wenig viel erreichen kann.
I AM EMPIRE ist mit ihrem Debüt ein ganz groIes Dingen gelungen und so schicksalshaft die Kinderjahren gewesen sind, so sehr wünscht man sich, dass mit diesem Album nicht alles gesagt ist. Das schreit nach mehr.
Bandname und CD-Titel sind ein weiterer Schritt der Selbsttherapie von Austin Lyons und macht ihm bewusst, dass man zu etwas Besserem berufen ist und es immer noch weitergeht. Und er scheint seiner Vergangenheit zu vergeben, wenn er seinem biologischen Vater in der letzten Zeile des letzten Songs singt: "You wished me away and I wish you well." Das hat GröIe. Mehr davon!
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