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John Lennon

Power To The People

The Hits
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Power To The People - The Hits
Power To The People - The Hits, EMI Records, 2010
Länge: 57 Min 55 Sek (CD) & ca. 60 Min (DVD) Medium: CD & DVD
CD: The MusicDVD: The Videos
1. Power To The People9. (Just Like) Starting Over
2. Gimme Some Truth10. Mind Games
3. Woman11. Watching The Wheels
4. Instant Karma! (we All Shine On)12. Stand By Me
5. WhateverGets You Thru The Night13. Imagine
6. Cold Turkey14. Happy Xmas (War Is Over)
7. Jealous Guy15. Give Peace A Chance
8. #9 Dream

Die CD "Power To The People - The Hits" ist natürlich nur ein unzureichender Extrakt aus "Gimme Some Truth", also der Box mit den 4 neuerlich remasterten CDs. 15 Songs, die als "Hits" deklariert zum x-ten Mal auf den Markt geworfen werden, genügen dem Anspruch eines Musikfan auf keinen Fall, da muss schon mehr kommen. In diesem Fall ist es eine DVD mit den gleichen Songs, aber eben mit mehr oder weniger bewegten und bewegenden Bildern.

Video-Kollektionen mit Lennons Songs existieren zwar schon, aber der Sammler wird hier ein paar neue Dinge entdecken. Im Wesentlichen geht es um "John & Yoko in Love", natürlich um Lennons friedensbewegten Aktivismus und um schöne Bilder. Es gibt Originalvideos, die teilweise nette kleine Kunstwerke sind (Whatever Gets You Thru The Night), viele Film- und Bildaufnahmen aus den Archiven, die womöglich nicht allgemein bekannt sind, dokumentarische und gespielte Szenen, nachträglich produzierte und montierte Kollagen (Just Like Starting Over) und einen echten Missgriff bei Cold Turkey. Zum glasharten Studiosound werden Aufnahmen vom "Live In New York City"-Video gezeigt. Das ist wirklich unpassend, denn die opulent besetzte 72er Live-Band korrespondiert überhaupt nicht mit der extrem reduzierten Studiobesetzung. Man sieht Jim Keltner und Richard Frank Jr. an den Schlagzeugen, man hört den manisch klopfenden Ringo Starr. Man sieht eine entrückte Yoko Ono am Piano, man hört - nichts. Wenn man unbedingt Bilder zu diesem Song zeigen will und keine passenden zur Verfügung hat, sollte man zur würdigen Feier des 70. Geburtstags des Meisters einen fähigen Regisseur engagieren und eine passende visuelle Umsetzung in Auftrag geben, anstatt billig zu pfuschen.
Ähnlich verhält es sich beim anrührenden Friedenslied Happy Xmas (War Is Over). Grauenhafte Kriegsbilder (die meisten davon aus der jüngeren Vergangenheit) sind in ihrer Fürchterlichkeit zwar zeitlos, aber sie entsprechen nicht der Message dieses Songs. Da hat jemand nicht mitgedacht und lieber auf Schock-Populismus denn auf historische Aufarbeitung eines Liedes gesetzt. Dieser Jemand scheint Frau Ono selbst gewesen zu sein, denn sie war für "Compilation and Editing" verantwortlich.

Trotzdem ist die Videosammlung auf "Power To The People - The Hits" empfehlenswert, denn man kann John Lennon und Yoko Ono eine Stunde lang bei ihrer Reise durch die Zeit nach den BEATLES beobachten und vielleicht sogar ein paar neue Erkenntnisse daraus gewinnen.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 03.10.2010

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