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Mehida

The Eminent Storm

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The Eminent Storm
The Eminent Storm, Bullroser Records, 2010
Mikko Harkin Keyboards
Toni Mäki-Leppilampi Bass
Markus Niemispelto Drums
Jani Stefanovic Guitars
Olli Tanttu Guitars
Thomas Vikström Vocals
Gäste:
Riina A, Rita H Vocals
Helena Kortelainen, Niklas Niemispelto Backing Vocals
Kilven Kuoro Choir
Juhana Ritakorpi Cello
Produziert von: Mikko Harkin Länge: 48 Min 59 Sek Medium: CD
1. Wrath Of Flesh Fellowship7. Abandoned
2. Masquerade8. A Block Of Wood
3. Until The Day Breaks9. Where Could I Flee
4. Land Of Oblivion10. Urban Scream
5. Dream Giver 11. Celestial Tears
6. Draw Near To My Soul

Progressiver Heavy Metal, da habe ich gleich HIER geschrieen (deswegen nennt man mich im Haus der Rockmusik auch den "Rufer von der Halde") und hätte nicht gedacht, dass mir das Hören dieser Scheibe so schwer fällt. Bei progressivem Heavy Metal denke ich an DREAM THEATER, RUSH, ENCHANT und und und… MEHIDA kannte ich bisher nicht und war von daher neugierig, was mich erwarten würde.

Vielleicht hätte ich mich vorher genauer über diese skandinavische Truppe informieren sollen, denn MEHIDA spielen zwar progressiven Metal, aber nicht den, den ich bevorzuge. Die Bandbesetzung besteht aus Ex-Mitgliedern von SONATA ARCTICA und CANDLEMASS und musikalisch wird eine Mischung aus beiden Bands geboten, wenn ich mich recht entsinne. Ich kenne beide Bands nicht, vermute aber aus dem, was man so liest und hört, dass SONATA ARCTICA eher symphonischen Metal spielen und CANDLEMASS eher für härtere Töne bekannt sind.

MEHIDA begeben sich auf härteres Territorium, beackern dies recht abstrakt, soll heißen, es geht nicht immens frickelig zur Sache, dafür beherrschen druckvolle Gitarren mit abgehackten Rhythmen das Gesamtbild. Keyboards legen einen flächigen Teppich unter die Songs, die dann von den Gitarren weiter gewebt und gefüllt werden. Mit Thomas Vikström hat man sich einen bekannten Sänger ans Mikro geholt, lässt dieser doch sonst bei THERION die Stimmbänder in Schwingungen geraten. Insgesamt wirkt die Scheibe stimmig und in sich geschlossen. Trotzdem kann mich die Musik nicht wirklich überzeugen. Einen Grund dafür kann ich nicht mal wirklich nennen. Mit Wrath Of Flesh Fellowship wird gewaltig losgelegt, Masquerade behält Tempo und Druck, im Hintergrund tauchen zarte aber gut positionierte Frauenstimmen auf. Until The Day Breaks nimmt etwas Fahrt aus der ganzen Angelegenheit, wirkt wie ein dichter alles umfassender Nebel, der sich angenehm in die Gehörgänge schmiegt. Sehr gut gemachter Song, der mich mit seinen symphonischen Strukturen überzeugen kann. Land Of Oblivion nimmt im Intro wieder Fahrt auf, im Strophenteil wird wieder etwas zurückgesteckt, Chöre wabbern durch den Hintergrund, im Refrain umgarnt des Sängers Stimme ein Frauenchor, zum Ende hin werden deathmetalartige Drums gespielt. Und so geht es weiter und weiter und kann mich nicht hinterm Ofen hervorlocken.

Lieber Leser, frag mich wirklich nicht warum: die Scheibe ist gut gemacht, richtig gut, aber sie langweilt mich. Da können weder die Spitzenmusiker noch die christlichen Texte etwas verändern. Hört's Euch auf der MySpace-Seite selbst an, bekommt einen eigenen Eindruck. Ihr erlebt hier mit mir einen ratlosen Schreiber, weil: entweder gefällt mir die Musik über die ich hier schreiben darf oder sie geht mir total auf das Förderrad. Dass mich eine Band so uninspiriert zurücklässt erlebe ich selten.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 11.01.2011

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