HoR Logo kl CD-Review:

Overdrive

Angelmaker

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Overdrive Homepage
Link MySpace:
Overdrive @ MySpace.com
Link Plattenfirma:
Lion Music
Link Kaufen:
www.amazon.de
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Angelmaker
Angelmaker, Lion Music, 2011
Kenth Ericsson Bass
Kjell Jacobsson Guitar
Per Karlsson Vocals, Acoustic Guitar
Janne Stark Guitars, Bass
Kenta Svensson Drums
Produziert von: Janne Stark Länge: 57 Min 54 Sek Medium: CD
1. Signs All Over 7. See The Light
2. In Gut We Trust 8. To Grow
3. Angelmaker9. Mother Earth
4. I Know There's Something Going On10.It's A Thriller
5. Under The Influence11. Cold Blood Chaser
6. On With The Action 12. The Wavebreaker

Ich weiß nicht, ob es so beabsichtigt war, oder ob ich den Musikern aus dem Land der gelbblauen Elche hier Unrecht tue, aber fast wirkt es so, als wollten OVERDRIVE auf Gedeih und Verderb eine Geheimtipp sein, ein hoch dotierter noch dazu. Das erste Lebenszeichen gab es bereits 1982 in Form einer 5-Track-EP ("Reflexions"). Veröffentlicht wurden davon 500 Stück. Das erste vollwertige Album "Metal Attack" folgte ein Jahr später, wurde 1995 und 2003 jeweils wieder veröffentlicht. 1984 dann mit "Swords And Axes" der nächste Wurf, der genauso 1995 und 2003 das Erlebnis der Wiederveröffentlichung erleben durfte. Erst mit Beginn des neuen Jahrtausends gab es ein neues Lebenszeichen ("Overdrive / 20th Century"), wiederum begrenzt auf 500 Kopien. Ein Jahr später folgte das erste Livedokument ("Mission Of Destruction"), welches aber nur 2.000 Menschen auf diesem Globus als Originalpressung im Schrank stehen haben dürften. Bevor man dann mit dem aktuellen Dreher auf den Markt prescht, wurde vor 5 Jahren noch eine 500er-Auflage des Albums "Resurrected" veröffentlicht und schlussendlich mit "Let The Metal Do The Talking" und einem neuen Band-Line-Up das Comeback an den Start geschoben. So ganz erschlieOPQt sich mir diese Politik nicht. Um das große Geld kann es dabei nicht gehen, andererseits dürften diese limitierten Pressungen richtig teuer werden, sollten OVERDRIVE doch eines Tages mal richtig durchstarten.

Vielleicht gelingt ihnen das mit "Angelmaker"!? Denn damit kommt ein echter Powermetal-Brocken auf den Tisch, wie man ihn nicht so oft serviert bekommt. Schon mit Signs All Over wird klargemacht, dass man sich nicht auf einem seichten Dampfer befindet. Hier wird unter Volldampf gefahren. Stimmlich könnte man Per Karlsson in die Nähe von Sebastian Bach von SKID ROW stellen, wenn Per auch nicht ganz durchweg das Niveau dieses Ausnahmesängers halten kann. Aber Songs wie In Gut We Trust oder auch Mother Earth hätten durchaus auf "Slave To The Grind" ihren Platz finden können.
Ansonsten werden häufig Querverweise zu IRON MAIDEN oder auch HELLOWEEN und GAMMA RAY eingebaut. Auffallend ist, dass reichlich oft die Gitarren den Startschuss zum jeweiligen Song geben, was wiederum dazu führt, dass einige Songs vom Start her gleich klingen, da sich die Riffs nicht massgeblich unterscheiden.

Overdrive Band

Erwähnenswert für mich sind zwei Songs. Zum einen wäre da I Know There's Something Going On. Schon allein, weil dieser von Russ Ballard geschrieben wurde. Das ist immerhin der Mann, der Bands wie KISS zum Cover von "God Gave Rock'n'Roll To You" veranlasste (und vorher natürlich seine eigene, mit Rod Argent geleitete Band ARGENT damit ausstattete; geküsst wurde der Song ja erst sehr viel später),oder RAINBOW mit "Since You've Been Gone" zu großen, und vor allem anhaltenden Erfolgen verholfen hat, denn keine gute Ü35-Party ohne diesen beiden Songs. Der zweite Song ist "I Know There's Something Going On" (den besagter Russell Ballard für Frida von ABBA für deren erstes Soloalbum geschrieben hat). Wenn man's im Original hört, kennt man es sofort. OVERDRIVE geben dem eigentlich schon gut rockenden Stück noch einen kleinen Schub mehr dazu und lassen es richtig krachen. Cool gemacht.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 05.02.2011


 
© Home of Rock 2001 & ff., Impressum & Kontakt