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Rusty Pacemaker

Blackness And White Light

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Solanum Records
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Blackness And White Light
Blackness And White Light, Solanum Records, 2011
Rusty Pacemaker All Guitars, Bass, Keyboards, Vocals
Darth Love Classical Guitar on Mother
Hell-Ga Keyboards on Blackness And White Light
Lady K Vocals
Franz Löchinger Drums
Produziert von: Rusty Pacemaker Länge: 59 Min 01 Sek Medium: CD
1. Cell6. The Human Race
2. You Never Had7. My Last Goodbye
3. My Way8. Blackness And White Light
4. Amok9. Revolution
5. Waiting For Tomorrow10. Mother

Ein Pacemaker ist im Sport bekanntermaßen derjenige, der beim Mittel- und Langstreckenlauf zu Beginn eines Rennens das Tempo vorgibt und dann irgendwann ausscheidet. Damit gibt er den Spitzenläufern das Tempo vor, das sie benötigen, um nicht unter ihr Zeitniveau zu fallen.

Von dieser Art Pacemaker ist Rusty, bekennender Österreicher, weit entfernt. Auf seinem selbstkomponierten, -eingespielten, -aufgenommenen, -produzierten, -veröffentlichten und überhaupt erstem Werk herrscht die Schwermut vor. Allerdings muss dem guten Mann vor lauter "alles selbermachen" der Blick auf packende und fesselnde Melodien verlorengegangen sein. Monoton zieht sich im Gesang, dem Melodieaufbau, dem Gitarrensound "Blackness And White Light" wie Kaugummi durch die knappe Stunde eines Tages. Hat man die ersten 4 Songs gehört, kann man sich den Rest der Scheibe eigentlich ausmalen, wenn - ja, wenn da nicht plötzlich eine Frauenstimme in Amok ertönen würde. Das sorgt für Abwechslung, reißt die ganze Sache aber auch nicht aus ihrem dümpelnden Fahrwasser, zumal es danach genauso weitergeht wie vor der Frauenstimme.

Okay, mir ist bekannt, dass sich melancholische Musik nicht wie Speedmetal anhört und auch nicht das Positive und Freudestrahlende von GAMMA RAY (als Beispiel) beinhaltet, aber das hier ist doch arg eindimensional gehalten. Dazu kommt, dass Mr. Pacemaker - der große Unerkanntbleibende - sich die von ihm gespielten Instrumente alle selbst beigebracht hat. Das ist erstmals lobenswert, wirkt und klingt aber auch leider oft genau so.

Ich würde den Tipp geben, dass man sich für diesen Dreher - der wirklich gute Ansätze hat - Musiker holt, die ihr Handwerk gelernt und verstanden haben und damit das ganze Düsterwerk nochmal aufnimmt. Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht!

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 07.01.2012

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