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Sacrety

For The Sake Of Clarity

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For The Sake Of Clarity
For The Sake Of Clarity, Ruuf Records, 2009
Matthias "Matze" Brendle Guitars, Backing Vocals
David "Dave" Frommer Drums, Backing Vocals
Fabian "Fabi" Häckel Vocals
Daniel "Dani" Kley Guitar
Tobias "Tobi" Wörner Bass
Produziert von: Daniel Konold / Tobias Kurrle Länge: 40 Min 02 Sek Medium: CD
1. The Sleeping One7. My Hope
2. Sacrety8. Rescue Me
3. Lost In You 9. We Sing Along
4. On Your Arms 10. Lift Up Your Eyes
5. Tonight11. Hallelujah (unplugged)
6. Hold On Tight12. With All That I Am

Wie in der Review zu FIVE STAR PROPHET versprochen, habe ich von der CRN in Ennepetal eine weitere Band mitgebracht, die es hier vorzustellen gibt. Eine Band, die vielleicht nicht ganz in das Classic Rock-Schema des Home Of Rock passt, aber dieses Schema haben wir schon des Öfteren durchbrochen. Und außerdem will der Nachwuchsleser und -musikhörer ja hier auch noch Neues entdecken.

SACRETY kommen aus Schwaben und dürften vom Durchschnittsalter her unter dem der aktuellen Nationalmannschaft liegen. 2007 wurde die Band gegründet, hat seit dem einiges an Liveerfahrung gesammelt und für diverse regionale Wettbewerbe auf der Bühne gestanden. Aufgefallen waren sie mir im Dezember letzten Jahres auf der erwähnten CRN. Sie spielten bereits, als ich die Halle betrat. Für einen unbekannten Opener eines Festivals war es erstaunlich voll und die Menge machte schon gehörig Party vor der Bühne. Ordentlich bezeichnet man das, was der Schwabenfünfer in die Halle donnerte und auch wenn ich nicht ganz zur gewählten Zielgruppe gehören dürfte, wurde ich von der Energie und Spielfreude mitgerissen. Der Weg zum Merchandising-Stand war daher keine Frage und meiner Bitte folgend, die aktuelle CD von ihnen besprechen zu dürfen wurde mir diese gerne ausgehändigt.

Das Debüt beginnt mit einem unheilverheißenden Intro. Donner, Klavierklänge, düstere Atmosphäre im Hintergrund: "The Sleeping One" deutet an, dass das nicht lange so bleiben wird. Richtig! Wenn SACRETY zum Leben erwachen geht's ab. Mit dem Song zu ihrem Bandnamen machen sie gleich klar, worum es ihnen geht:

"Welcome everybody this is Sacrety
Bouncing up and down this is the way to be
In living room or dancehall the fists will be pumpin
[…] Put your hands up for the one and only
For the Lord in heaven this is Sacrety […]
Christians stand up loud and louder
Christ is here a reason to get prouder So close your eyes enjoy our show
Listen to this it is live not on radio
Thank you very much for coming tonight"

Der Gesang wechselt sich ab mit leichten Growls und im Hintergrund pumpt sich die Band durch die ersten Minuten dieses Debüts. Musikalisch ist das Ganze schwer einzuordnen. Irgendwo zwischen Modern Rock und klassisch geprägten Rockbands mit modernen Elementen. Welche Bands für dieses Debüt alle Pate gestanden haben, ist schwer auszumachen. "Lost In You" ist ein Partyrocker mit Ohrwurmqualitäten. "On Your Arms" lässt die Gitarren krachen, Samplesounds im Hintergrund legen die Soundteppich. Geht gefällig durch die Gehörgänge und bleibt mit seinem Refrain ebenfalls im Ohr kleben. "Tonight" ist die erste Ballade auf dem ersten Schwabenstreich. Könnte auch auf einer der ersten NICKELBACK-Alben gestanden haben. "Hold On Tight" ist keine Covernummer von ELO , nimmt wieder Fahrt auf und besticht durch Growls und DIE ÄRZTE-technischen mehrstimmigen Gesang. Und so geht es weiter und weiter durch die weiteren Songs.

Insgesamt kann man dem Debüt der fünf Jungs schon einiges an Qualität bescheinigen, für den ganz großen Wurf fehlt es aber noch an Druck und Dampf in der Produktion. Dazu noch ein bisschen mehr an Abwechslung im Song- und Melodieaufbau und der nächste Dreher könnte noch interessanter werden. Festzustellen ist, dass das, was live funktioniert, nicht zwingend die gleiche Durchschlagskraft auf einer Studioproduktion entwickeln muss. Da es sich hier aber um das Debüt einer jungen und willigen Band handelt, hoffen wir darauf, dass die guten Ansätze auf dem zweiten Dreher ausgebaut werden und die Luft damit nach oben dünner wird. Was schwer zu toppen sein dürfte ist das Booklet. Denn das ist sehr geil geworden, so wie ein Booklet einer jungen, aufstrebenden Band auszusehen hat. Gäbe es dafür Punkte, ich würde eine ganze Menge davon verteilen. Das neue Album steht in den Startlöchern und soll Ende dieses Monats der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wir hoffen, darüber berichten zu dürfen.

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 18.04.2011

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