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| Dig It Or Don't, Convalian Productions, 2011 |
| Steven Cenker |
Guitars |
| Mandy Burke, Doreen Novotny |
Vocals |
| Greg Kasparian |
Bass |
| David Kurtz |
Guitars, Keyboards |
| Sam Morrison |
Guitar, Vocals |
| Bart Robley |
Drums |
| Karl Sanger |
Saxophone |
| Produziert von: Sam Morrisson |
Länge: 57 Min 49 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Rattlesnake Stew | 7. Say Your Prayers |
| 2. Dig It Or Don't | 8.Somebody's Daughter |
| 3. Celebrate | 9. You Bet |
| 4. Whiskey | 10. I Gotta Ride(previously released) |
| 5. Gunsmoke | 11. Peacekeepers (previously released) |
| 6. Almost Home | 12. Amazing Grace (previously released) |
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Früher, als es noch kein MySpace oder ähnliches gab, man oft noch nicht einmal einen Plattenspieler im Plattenladen fand, um die Platte zu hören - und wenn, knurrte der Besitzer, dass man um sein Leben fürchten musste, weil man als Kunde (das Wort gab es in Plattenläden nicht - man war Fan, oder hasste die Band, oder hatte keine Ahnung) eine Platte vor dem Kauf (vor!) anhören wollte; zumal wenn sie noch versiegelt war. Ich bin einmal zehn Mal in einen Laden gegangen, weil das der einzige war, der die neue, erste GEORGE HATCHER BAND Platte hatte, und jedes Mal war das blöde Ding versiegelt (auf die Idee, das Plastikzeug abzumachen, kam ich gar nicht!).
Zu diesen Zeiten also hatte man andere Indikatoren, um sozusagen zu erahnen, ob eine Platte gut war oder nicht - als da war das Cover an sich, die Namen der Tracks, wie viele Gitarren verzeichnet war, und - ja, wie die Band hieß, auch wenn man sie nicht kannte. Nehmen wir also mal an, wir sind in dieser Zeit - was für Indizien finden wir bei der ersten CD der SAM MORRISON BAND mit eigenen Titeln (davor gab es eine mit Bob Seger Covern)?
Cover: Totenschädel - gut. Definitiv keine Weichei Musik; Bandname ist der des Bandleaders und einfach 'Band' angehangen - gut; hier hält einer den Kopf hin, und das klingt außerdem gut. Titel: "Dig It Or Don't" - Nimm es, oder lass es sein. Hmm, klingt frech, arrogant, und zusammen mit dem Totenschädel könnte das in den Süden der USA führen; außerdem kreuzen zwei Gitarrenhälse unter dem Schädel - das macht also mal mindestens zwei Gitarren.
Tracks: Rattlesnake Stew, Whiskey, Gunsmoke, Peacekeepers - na, an wenn erinnert uns das? Jawoll, an die ungekrönten, ewigen Könige des Southern Boogie, Frau HATCHET und ihre Söhne. Und - es hat drei Gitarren, und zwei Background Sängerinnen - das muss Southern Rock sein!
Na also, geht doch auch ohne anhören. Und - Yessir - es ist Southern Rock; und Hell Yeah - MOLLY HATCHET is back. No joke,man! Schon der erste Track blast jeden Southern Rock Friend weg - das Stew hat schon zum CD-Eintritt alles was es braucht: drei Gitarren abwechselnd, dann zwei zusammen; eine fetten Boogie Groove; eine rauhe Stimme als Shouter, und los kann es gehen, die Gänsehaut gibt es gratis. Und - keine Angst - das geht so die ganzen zehn Tracks weiter. Mal eine bisschen mehr ALLMANS, mal etwas SKYNYRD, aber vor, hinter und über allem Gitarren und Solos der A-Klasse soweit das Auge reicht. Außerdem wirklich gute Songs mit Melodie, und produziert ist das Ganze im klassischen Stil - die Gitarren kommen klar und deutlich; BB Bord… ähm, Bard Robley an den Drums spielt variabel und treibend; Greg Bassman setzt fette Tupfer oder Melodielinien unter die Songs wie gewünscht und nötig. Free Bird heißt hier Peacekeepers (und meint, auch klar, die US Army, und viele der anderen Tracks sind eben southern vom Text her - Dig It... etwa bezieht sich auf das Tragen von Waffen). Hinzu kommt - die Jungs können Gitarre spielen, tun dies aber ebenfalls im alten HATCHET Stil, also kein 32tel Overkill, sondern Note nach Note, schön differenziert und klar verständlich.
Jetzt also ohne allen Blödsinn: wer, wie ich, den frühen HATCHETs prä-Ingram nachtrauert, kann endlich die schwarze Kleidung aufpolieren und die ganzen anderen Wannabees CDs im Southern Rock weglegen - die SAM MORRISON BAND ist hier, nimmt das Banner von Danny Joe auf und trägt es weiter. Klingt schauerlich sentimental, ist schauerlich sentimental, und die volle Wahrheit. Wer nicht spätestens beim zweiten Mal anhören des Rattlesnake Stews Luftgitarre spielt soll sonst was hören - wir wissen, was ab sofort auf heavy rotation im Player liegt. Die Texte? Seit wann hören wir denn beim Redneck Rock'n'Roll auf die Texte, wenn es nicht gerade Sweet Home … ist? Und wenn schon - in diesem einen Fall ist mir plötzlich mein Englisch abhanden gekommen. Es sei denn, er singt "I chase my blues with the whiskey, I chase my whiskey with the blues - they're just so good together"
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