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| Perfect World, Frontiers, 2010 |
| Terry Brock |
Vocals |
| Jim Drummond |
Drums |
| Warren Jolly |
Guitars |
| David "Munch" Moore |
Keyboards |
| Ian J. Stewart |
Guitars |
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Länge: 58 Min 37 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Perfect World | 7. One More Day |
| 2. Borderlines | 8. Bushfire |
| 3. Movin On | 9. Too Far Gone |
| 4. Time | 10. Can t Let You Go |
| 5. Crackin' Up Baby | 11. Say What You Want |
| 6. Liberty | |
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Wer sich etwas mit Computerspielen auskennt - und hier insbesondere mit Strategiespielen - der kennt den Begriff des "Fog Of War" - des Nebel des Krieges. Das bezeichnet die Tatsache, dass man in dem Spiel nicht sofort alle gegnerischen Positionen oder manchmal sogar die Landschaft … ähem - das Schlachtfeld kennt - mit zunehmender Aufklärung wird das dann allerdings immer deutlicher - der Nebel verzieht sich. Nur um dann wieder zu verschwinden, wenn die Zeit weitergeht und man sich anderem zuwendet.
Und wieso nenne ich die neue STRANGEWAYS nun 'Melodic Fog'? Eben aus genau diesem Grund. Kurz zur Erinnerung - STRANGEWAYS waren in den 80ern eine der Melodic Rock Bands, hatten mit "Native Sons" und "Walk In The Fire" von Melodic Fans gefeierte Alben auf dem Markt, worauf der damalige (und jetzige) Sänger Terry Brock die Band verließ, weil er beinahe das Mikrophon bei DEEP PURPLE als Ersatz für Ian Gillan übernommen hätte - beinahe. Immerhin, das zeigt, welche Stimmgewalt man ihm zusprach. Die Band veröffentlichte drei weniger 'melodische' Alben ohne Brock, und strich dann die Segel.
Im Rahmen der niemals endenden Reunion Welle sind sie nun wieder da, in originaler Besetzung (wobei Brock auch nicht der Sänger der ersten Stunde war, aber was soll's?).
Beim Durchhören des Albums meint man, dass Perfect World von TOTO sein könnte, es könnte sein, dass die Brillanz und der Druck da ist; es könnte sogar sein, dass Ian J. Stewart ein guter Gitarrist ist. Borderlines könnte von Glenn Frey und Don Henley - EAGLES - geschrieben worden sein, genauso wie Crackin' Up Baby, und letzteres könnte eine sehr einfühlsame Ballade sein. Movin' On könnte stilistisch, vom Titel her und textlich von BAD CO stammen; Time gar ob seiner anzunehmend schönen Background Chöre QUEEN geschuldet sein, und Liberty könnte ein veritabel Bluesrocker sein. Es wäre möglich, dass Stewarts Spiel auf allen Tracks gut ist; ja, es könnte sogar sein, dass da ein Keyboarder zu Werke ist - könnte alles sein, wäre da nicht der verdammte Nebel der Produktion. So etwas habe ich überhaupt noch nicht gehört - ein einziger Bass-Drums-Gitarre-Keyboards Brei, in dem alles, aber auch alles an möglicherweise vorhandener songwriterischer Qualität untergeht. Absolut unglaublich. Insofern ernenne ich dieses Album zu meinem Referenzalbum. Zukünftige Alben, die es schaffen, noch verwuselter zu sein, erhalten den 'Prix Below STRANGEWAYS'
Einzig Brock kommt gut durch und darf sein Können zeigen - und das lässt zwei Vermutungen Raum: entweder er hat die Band unter Druck gesetzt, als einziger scheinen zu dürfen - aber er hat ja gerade ein Soloalbum raus gebracht, wozu also? Oder - die Band war auf der Suche nach neuen Wegen und nach einem Unterscheidungsmerkmal in diesem an Melodic Rock nicht gerade armen Umfeld - und ist grandios baden gegangen. Ist es zusätzlich bezeichnend, dass man keine MySpace Seite (die STRANGEWAYS Seite gehört einer anderen Band) und keine Homepage finden kann? Mangelndes Interesse, mangelnde Planung, ein Schnellschuß gar?
Sehr schade, denn die genannten Songs (der Rest ist eher unwichtig und kann als Füllsel durchgehen) sind vielleicht gut - wer weiß? Zu lang sind die meisten allemal, aber das ist ja beim Mitsing Medium Melodic Rock möglicherweise Programm. Es steht zwar STRANGEWAYS drauf …. Wir wenden uns anderen Alben zu, und der Nebel der Vergessenheit zieht über STRANGEWAYS …
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