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| Progress Has No Patience, Bombsite Productions, 2010 |
| Neil Ablard |
Drums, Percussion |
| Steve Barratt |
Keyboards |
| Chris Buckler |
Vocals |
| Dan Jones |
Guitars, Backing Vocals |
| Jim Peterson |
Bass |
| Produziert von: Karl Groom & The Dreaming Tree |
Länge: 61 Min 17 Sek |
Medium: CD |
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| 1. 4 Seconds Of Silence | 7. Ophidia |
| 2. Silence Won't Steal | 8. Slender Versions Of The Truth |
| 3. Arcadia | 9. You The One |
| 4. Grown Too Small | 10. Tide And The Mast |
| 5. Love And The Heart | 11. Whisper Song |
| 6. Moult | 12. The Only Truth |
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Wenn man diese CD einlegt, passiert erstmal … NICHTS! "4 seconds Of Silence" heißt das erste Stück und begrüßt den Hörer tatsächlich (zumindest lt. meinem CD-Abspielgerät) mit 5 Sekunden absoluter Stille, bevor dann mit Silence Won't Steal die ersten Töne erklingen. Das macht schon auf die ersten Takte Spass anzuhören. Rockt im AOR-Fahrwasser von JOURNEY durch die Boxen, lässt hier und da ein wenig TOTO durchblitzen, geht bis auf den überraschenden Mittelpart ziemlich straight über die Ziellinie. Das folgende Arcadia klingt wie eine RUSH-Light-Version mit einem Geddy Lee im Stimmbruch (ich würde fast wetten, dass Mr. Lee die tiefen Töne nicht treffen würde). Interessante Gesangsmelodie, insgesamt ein wenig brav. Grown Too Small ist keinesfalls zu klein gewachsen - zumindest was die Laufzeit angeht. Ansonsten auch hier eine brave Melodie ohne Ecken und Kanten mit einem netten Gitarrensolo, einer Gesangsmelodie, wie sie auch Robbiie Wlliams hinbekommen würde - Pop meets a little bit jazz and brings his friends of prog along. Schöne Musik um dabei im hochsommerlichen Garten abends einen gepflegten Wein zu trinken und dabei über die Politik, das Universum und den ganzen Rest zu fabulieren. Love And The Heart ist dann die Musik zum Aufräumen danach - nicht zu hektisch und gut geeignet, um den Tag nett ausklingen zu lassen. Große Gitarrenlinie kurz vorm Ende und dann das Schema vom Anfang wieder aufnehmen. Das hier Karl Groom, das Gitarrentier von THRESHOLD, seine Finger im Produktionsspiel gehabt haben soll ist kaum nachvollziehbar. Irgendwie wartet man die ganze Zeit auf den Ausbruch, die Eruption - den Hammer, der alles bisher gehörte zu Staub zermalmt. Aber: nix is. Es geht lieb und smooth weiter. Selbst wenn es mal den Ansatz bekommt etwas mehr auf die Kacke zu hauen (Ophidia) wird schnell wieder das Tempo aus der ganzen Angelegenheit genommen. Richtig interessant wird es eigentlich nur in den knapp 7 Minuten von Slender Versions Of The Truth. Ein Gemischtwarenladen aus ELO, EKSEPTION, SUPERTRAMP, James Bond-Titelmelodie und nah am Rand der gequälten Langeweile.
Ihr lieben Herren vom Traumbaum: Wenn das hier Prog sein soll, dann ist MARILLION Heavy-Metal! Damit man nicht falsch versteht: "Progress Has No Patience" ist nicht schlecht, aber eben auch nicht richtig gut. Es ist ein nettes Stück Musik geworden und das dürfte so ziemlich das schlechteste sein, was man als Musiker hören will. Oder sehe ich das falsch und wir leben gar nicht mehr in der Zeit, in der Musik wachrütteln, revolutionieren, aufmucken will? Wenn das so ist, dann hat man mit diesem Dreher allerdings das richtige Werk in Händen. "Der Fortschritt hat keine Geduld" - so mal frei der CD-Titel übersetzt - und der Hörer auf der Suche nach einer genialen neuen Progressivscheibe wird letztere beim Hören schnell verlieren (also die Geduld). Die kann man auch beim Lesen der Texte verlieren. Alles ziemlich klein gedruckt und dann noch teilweise in weißer Schrift auf gelbem Hintergrund. Einfach macht Ihr es uns nicht.
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