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| John Peter, Ruuf Records, 2010 |
| Joe Iceman |
Bass, Gesang |
| Lugge |
Schlagzeug |
| Lui |
Gitarre, Gesang |
| Muckel |
Gesang, Gitarre |
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Länge: 36 Min 16 Sek |
Medium: CD |
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| 1. To All And Everybody | 7. On Top Now |
| 2. Changing Aging | 8. Wo ist die Party? |
| 3. Tonight | 9. Uncertain |
| 4. Pedestrian Walk | 10. Monument Of Liberty |
| 5. Into The Blue | 11. Follow |
| 6. You Upperclass | 12. Last Breath Out |
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Man stelle sich folgendes vor: In der Nähe von Ravensburg treffen sich zwei Schlagzeuger (Nein daraus wird jetzt kein Witz im Stile von: Treffen sich zwei Jäger! Beide tot!) und überlegen gemeinsam eine Band zu gründen. Eigentlich wollen sie sich damit von der Schule abreagieren, was auf diesem Weg absolut unterstützungswürdig ist. Nun war aber das Problem, dass man mit zwei Schlagzeuger schlecht auf einem Schlagzeug spielen kann. Also muss einer der Gitarrist und Sänger werden. Logisch! Nun ist einer der in den Hintern gekniffene und zeitgleich noch das Aushängeschild der Band. So ist das nun mal, wenn man Sänger ist. Ein weiterer im Bandgefüge ist der Bassist, der das Bearbeiten der vier Saiten nur übernommen hat, weil er eine Wette verloren hat. Dann kommt noch ein Gitarrist dazu und fertig ist TOS. Eine Band, die momentan noch im Untergrund Krach macht, obwohl man schon auf großen Bühnen stehen durfte. Inzwischen standen sie bei "Rock am Ring" auf der Bühne und konnten sich bei der letztjährigen Coca-Cola-Soundwave-Discovery-Tour den Gesamtsieg sichern. Diese vier Anfang Zwanziger haben bei RUUF-Records nun ihr erstes Album veröffentlicht. Es ist eine Melange aus Dance, Rock, Alternative, Punk, … - hab ich was vergessen. Bei To All And Everybody dachte ich noch, es wären FOO FIGHTERS-Klone, aber das sind sie bei weitem nicht. Eher würde ich sie in die Ecke von D:PROJEKT stellen, aber dafür lassen sie es nicht durchgehend krachen.
Ganz ehrlich? So richtig zünden will das Album nicht! Vielleicht liegt es daran, dass meiner Meinung nach irgendwann die Ideen ausgehen und zum Ende hin mich alles irgendwie nervt. Das kann leider das abschließende traumzarte Last Breath Out auch nicht mehr retten. Dabei ist das Album liebevoll gemacht. Vielleicht bin ich auch einfach schon zu alt für diese Art von Mucke. Vielleicht fehlen mir auch die Erfahrungswerte, wie sich das Ganze live anhört. Vielleicht fehlt dem ganzen doch noch die Prise Selbstständigkeit, auch wenn man erfreulicherweise nicht auf einen gehypten Zug aufspringt. Und irgendwie wollte ich viel schlechter über die Scheibe schreiben, aber das hätten die Jungs nicht verdient. Alleine ihr Auftritt im Web ist einfach sympathisch und nett. Damit kann man zwar im musikalischen Haifischbecken nicht überleben, aber es kann einen schon an den rettenden Beckenrand bringen. Vor Kauf sollte man vielleicht mal erst die Songs auf der MySpace-Seite anchecken. Oder auf der Bandpage den Free Download starten. Ob sich das kommerziell lohnt sei mal dahingestellt. Man kann aber auch die CD käuflich erwerben und bekommt angeblich ein 122-seitiges Booklet dazugeliefert, in dem aus dem Leben von John Peter Tos berichtet wird.
Nach dem haben sich die Jungs nämlich benannt. Nach dem amerikanischen Aktionskünstler John Peter Tos, der von 1914 bis 1964 gelebt hat und mit seinen Aktionen die Welt ein wenig bunter färben wollte. Das ist das, was die Band eigentlich auch möchte, dafür müssten meiner Meinung nach aber noch ein paar mehr kreative Ideen an den Start gebracht werden. So ist man nur ein guter, aber nicht richtig auffallender, bunter Punkt im gesamten bunten Bild der Musik.
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