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The Road Less Travelled

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The Road Less Travelled
The Road Less Travelled, AFM Records, 2010
T. O. Byberg Guitar
Ida Haukland Vocals / Bass
Örjan Aare Jörgensen Drums
Marcus Silver Guitar
Produziert von: Tommy Hansen Länge: 51 Min 19 Sek Medium: CD
1. Ignition (Intro)7. The Anger And The Silent Remorse
2. Driven8. Watcher
3. Human Condition9. Twenty One
4. Death Of Jane Doe10. Worlds Apart
5. Marionette11. The Last Haven (Outro)
6. The Road Less Travelled

Bekannt sind Atmosphäre und Stratosphäre. Neu ist die Triosphäre oder auf englisch TRIOSPHERE. Die befindet sich in Skandinavien und ist der Zugang zu einer neuen klanglichen Attacke auf die Gehörgänge. Seit Millionen von Jahren umgibt uns die Stratosphäre, was die Triosphäre noch nicht von sich behaupten kann, denn diese besteht erst seit 6 Jahren. Hinter der Triosphäre verbirgt sich auch nicht eine lebenserhaltende Schutzhülle, sondern ein musikalisches Quartett aus Norwegen. Diese Dame mit den drei Herren machen sich mit The Road Less Travelled auf um die Welt zu erobern. Das sollte wohl gelingen. Nun ist es aber nicht so, dass dieses Oeuvre das erste dieser mir bis dato gänzlich unbekannten Band ist, vielmehr haben wir es hier bereits mit dem zweiten Dreher der Skandinavier zu tun. Und das ist ein echter Melodic-Power-Metal-Brocken, der da auf uns losgelassen wird.

Der Einstieg des Drehers ist noch trügerisch, denn zu leise und zu zart beginnt alles. Hat man es sich dann im Sessel gemütlich gemacht und freut sich auf eine Bombastscheibe, wird man nach einer guten Minute aus dem Sessel katapultiert und Örjan Aare Jörgensen tritt als Drummer dermassen auf das Gaspedal als müsste er dem Duracellhasen beweisen, wer schneller ist. Herrschaftszeiten! Mit Driven geht es dann auf die eigentliche Spur der Straße. Hier lassen HELLOWEEN, MASTERPLAN und wie die ganzen Konsorten heißen, grüßen. Die ersten Töne von Ida Haukland am Mikro lassen das Befürchtete nicht wahr werden: sie röhrt und grunzt nicht, nein - sie singt. Und das richtig gut. Da ist mächtig Dampf auf den Stimmbändern, nebenher lässt sie den Bass noch munter wummern, während die beiden Gitarristen schöne Läufe, Riffs und Solos aus den Saiten rütteln. Human Condition hält das Niveau und entwickelt sich zu einem amtlichen Rübenschüttler. Death Of Jane Doe weist leichte Querverweise zu METALLICA auf und trasht angenehm vor sich hin. Mit Marionette ist für mich eine der schönsten Nummern auf dem Silberling verewigt. Hier stimmt einfach alles: Melodie, Härte, Gesang und Songaufbau, dann dieser abrupte Wechsel in den ruhigen Teil - einwandfrei. Bisher ist noch kein Lied unter der 4-Minuten-Grenze durchs Ziel gelaufen und Langeweile kommt nicht auf. Das muss man auch erstmal hinbekommen. The Road Less Travelled wirkt schon fast progressiv, ohne sich dabei an irgendeiner Szenengröße anzubiedern. Und so geht es in einem durch bis zum Ende. Meiner Meinung nach sind keine Ausfälle zu verzeichnen. Wahrlich nicht schlecht dieses norwegische Quartett - das hatten auch schon W.A.S.P, JORN, KAMELOT und andere Bands erkannt, die sie kurzerhand als Support mit auf Tour nahmen in den letzten drei Jahren. Von daher sind sie vielleicht dem ein oder anderen schon über den Weg gelaufen.

Veredelt hat den Dreher Tommy Hansen als Produzent. Das damit nicht Masse sondern Klasse produziert wird, ist klar, immerhin vertrauten sich schon HELLOWEEN, JORN, PRETTY MAIDS und andere seinen erfahrenen Händen und Ohren an.

Somit dürfte das Jahr 2010 tatsächlich ein gutes für die harte Musikfraktion werden, zumindest sorgen TRIOSPHERE dafür, dass es nicht anders wird!

Friedemann Schmidt, (Artikelliste), 29.05.2010

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