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Danny Dziuk und Dave Schools

(Stockholm Syndrome)

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Danny
Dave

Hier ist nun die schriftliche und gekürzte Version eines Gespräches, das ich am 13.05.2004 mit Danny Dziuk und Dave Schools von STOCKHOLME SYNDROME in der Lounge des Park Hyatt Hotels in Hamburg führte. Gekürzt deshalb, weil das Gespräch über 40 Minuten dauerte, und inhaltlich auch Themen berührte, die nicht unbedingt mit der Band zu tun hatten. Wie das eben so ist, wenn man ins Plaudern kommt. Es hätte auch noch länger gehen können, aber der Manager John Byrne unterbrach uns, da die Band zum Soundcheck in die Fabrik musste.
Am Anfang führte ich das Gespräch auf deutsch, da man mit Danny ja nicht englisch reden muss. Als nach einer Weile Dave dazu kam, ging es auf englisch weiter.
(Der englische Text wurde vom HoR-Mitarbeiter Manni übersetzt und von Arne abgesegnet)

Arne: Hallo Danny, schön, dass Du da bist und Dir die Zeit für dieses Gespräch nimmst. Zuallererst einmal herzlichen Glückwunsch, und zwar für den deutschen Kleinkunstpreis 2003. So in einer Reihe mit Hildebrand, Richling usw...

Danny: Polt nicht zu vergessen. Da bin ich sehr stolz drauf.

Arne: Zum zweiten, Glückwunsch dazu, dass Du mit den Jungs unterwegs sein kannst. Ich finde, das ist eine großartige Sache, so als Deutscher. Wie kam es eigentlich dazu?

Danny: Soll ich die ganze Geschichte erzählen, oder die Kurzfassung?

Arne: Vielleicht die kurze Fassung, da wir sonst vielleicht noch morgen hier sitzen.

Danny: Also gut, die Kurzfassung ist folgende: Ich hatte ungefähr um 2000 rum ein gutes Angebot von einer Plattenfirma in Berlin, und eines Tages kam jemand von UlfTone in 'ne Kneipe rein, den ich nicht kannte, und fragte mich, ob ein Typ namens Jerry Joseph für uns (Danny Dziuk's Küche) Vorprogramm in der kleinen Berliner Junction Bar machen könnte. Ich meinte, im Prinzip schon, was macht der denn? Er erzählte mir von LITTLE WOMEN, dass David Lindley Songs von ihm spielt, von den JACKMORMONS und seinen Sologeschichten. Und dann habe ich gesagt, ob wir nicht besser das Vorprogramm für ihn machen sollten. Nein, das wäre schon in Ordnung, und so lief es dann auch.
Jerry hat das, was wir gemacht haben an dem Abend, so gut gefallen, dass er Ulf in den Ohren lag, er müsste uns unbedingt haben. Ungefähr drei, vier Monate später kam dann von Ulf der Vorschlag, ob wir nicht mit meiner Band, der akustischen Version, zusammen mit Jerry für ein paar Tage ins Studio gehen könnten, um zu sehen, ob das zusammen klappt.
Genau das haben wir dann gemacht. Und dann hing Jerry noch ein paar Tage länger in Berlin rum und hat bei mir zu Hause so fünf, sechs Songs einfach so ins Mikrophon gespielt. Ich hab das dann dazu verwendet, um daran weiter zu arbeiten. So ist dann die Platte entstanden, die wir jetzt erst rausgebracht haben. Diese "Oil" Platte. Eigentlich wollten wir nur Outtakes von unserer Band rausbringen, für die Leute, die nicht so lange auf unsere nächste Platte warten wollten. So haben wir dann unsere Outtakes und die Jerry Songs auf eine Scheibe gepackt. Die ging dann letztes Jahr nach Amiland.
Und dann kam irgendwann zu Beginn des Jahres 2003 ein Anruf, dass Jerry mit Dave Schools und John Byrne nach Berlin kommen würden, um als STOCKHOLM SYNDROME in einem kleinen Club namens Kato zu spielen. Er fragte mich, ob ich nicht meine Orgel mitbringen könne, um mit ihnen zusammen zu spielen. Ich stand bis zum Hals in Arbeit. Ich kannte weder Dave Schools noch John Byrne, und dachte mir nur, der eine ist der Manager und der andere der Bassist. Die armen Jungs, die sind ja hier in Europa völlig verloren. Und da Musiker alle Brüder sein sollten, sagte ich halt zu. Ich war ganz nett, und hab 'nen tierisch guten Gig gespielt, nur aus Verzweiflung, oder aus 'ner Leere heraus. So nach dem Motto: Ist doch eh scheiß egal, mach das Beste draus.
Nach dem Gig erzählte mir Jerry, dass sie in einem nicht gerade billigen Etablissement wohnten. Und ob ich am nächsten Tag Zeit hätte, mit ihnen essen zu gehen. Das Haus war mir dann doch zu edel, so wie hier. Da gehe ich normalerweise nicht freiwillig rein in solche Dinger, und habe es dann gelassen. Aber zwei Wochen später kam dann der Anruf, ob ich nicht auf die Bahamas kommen wollte. Auf Grund des Gigs im Kato und der "Oil" Platte.

Arne: Bis dahin wusstest Du nicht, wer Dave Schools und John Byrne sind, welchen Stellenwert sie haben?

Danny: Wir hatten uns zwar getroffen, und Hallo und das Übliche gesagt. Aber das war es auch schon. Vielleicht war das auch ganz gut so, sonst wäre ich vielleicht nervös gewesen. Keine Ahnung. So war alles schön frei.

Arne: Du wusstest also nicht, was da alles auf Dich zukommt. Ach guck, wer kommt da auf uns zu? Hallo Dave! Schön dich zu sehen. Freut mich, dass Du Dir ein bisschen Zeit für ein Gespräch nimmst.

Dave: Wie läuft der deutsche Teil des Interviews?

Danny: Ich hab gerade gesagt wie ich Dich in Berlin getroffen habe ohne zu wissen wer Du warst, wer John war. Und als nächstes diese e-mail bekam um mich nach Nassau einzuladen.

Dave: Du hast auch einen Anruf von mir bekommen. Ich sagte ihm: Ich verspreche nichts und er sagte: "Ich bin dabei"

Arne: Dave, wie kommst du mit dem deutschen Jungen klar?

Dave: Ich denke, wir kommen sehr gut miteinander aus. Durch kulturelle Unterschiede nerve ich Danny vielleicht manchmal, weil ich ihn immerzu sehr spezielle Dinge nach deutschen Ausdrucksweisen und Übersetzungen frage. Wie ich selbst ist auch er ein großer Fan des bekannten amerikanischen Komödianten Bill Hicks, ein Sozialsatiriker mit einem speziellen Humor. Also haben wir was gemeinsam. Außerdem frage ich ihn eine Menge über deutsche Philosophie. Wir kommen wirklich gut miteinander aus.
Als Musiker ist er unschlagbar. Danny's Rolle in der Band ist irgendwie wie eine Basis, einem Boxenstop in Bezug auf "was ist nun die korrekte musikalische Vorgehensweise in jeder gegebenen Situation". Weißt du, es nicht so sehr in Bezug auf Arrangements sondern es dreht sich mehr um Ton, Emotion, Gefühl. Seine Herangehensweise funktioniert auf zwei Ebenen. Erstens weil Jerry sehr auf ihn steht und ihm als Freund und Musiker vertraut.

Arne: Das sieht man auf der Bühne. Die Kommunikation zwischen den beiden ist...

Dave: Genau, und das ist etwas was um was es in der Band geht..., weißt Du, wir kommen in Sachen Bühnenkommunikation gerade erst auf die Beine. Aber der zweite Grund, warum es funktioniert ist wegen Deinem wirklichen musikalischem Geist. Der Geist Deiner Ausbildung, was Du musikalisch bist ist nicht wirklich Rock'n'Roll per se. Es ist mehr wie ein Soundtrack, filmtechnische Arbeit. Das wird oft benutzt um Instrumentalmusik zu beschreiben, die ein bisschen mehr ist als nur Musik ohne Worte.
Weißt Du, ich mag Soundtracks zu Filmen die noch nicht gemacht wurden. Für Filme die wir uns vorstellen. Also, seine Vorgehensweise, wenn du dir die Platte anhörst, die Keyboardparts bedienen selten Klischees. In einigen Fällen hab ich's ihm aufgezwungen wie in Tight oder Couldn't get it right - diese Orgeltupfer sind sehr amerikanischer R&B und ich denke in bestimmten Fällen ist es eine Art Wegweiser wie der Zuhörer zum Verarbeiten der Musik geführt werden sollte.
Aber in anderen Fällen, ich schlage vor die Keyboards in Shining Path oder White Dirt anzuhoren. Das malt Bilder, sie sind schön und sie sind nicht was der durchschnittliche Rock'n'Roll-Keyboarder zum Spielen wählen würde. Was sie dann auch zu etwas sehr speziellem machen.

Arne: Meiner und anderer Leute Meinung nach ist Danny nicht laut genug auf der Bühne.

Dave: Dreh auf! (lacht) Aber das geht Hand in Hand mit dem was ich gerade über Danny sagte. Weißt Du, mit dieser Herangehensweise stellt sich ein tiefes Hören ein, im Gegensatz zu vielen Musikern, speziell Rock Musikern, die nicht interpretieren sondern aus dem Impuls heraus spielen und teilweise deswegen ist Rock'n'Roll auch so gut. Es trifft dich in sexuellen Regionen, im Hintern und im Herz. Aber teilweise soll diese Band darüber hinaus gehen. Und es kommt vor, dass sich manche zurückziehen. Weil sie sich mit der Art und Weise wie was zu spielen ist auseinandersetzen.
Es dauert eine lange Zeit eine Telepathie auf der Bühne zu entwickeln. Die Band muss nur zusammenspielen, dann kommt das automatisch. Es ist wie eine Ehe, eine Beziehung und es wird von den Leuten auf der Bühne zusammengefügt. Als Duo war es mit Jerry und mir sehr einfach das hinzubekommen. Die Flitterwochen sind vorbei und die Arbeit geht los. Dies ist eine 5-köpfige Band. Ein bisschen wie Flitterwochen war, die Platte auf den Bahamas zu machen, gut zu machen, sie auf die Bühne zu bekommen und dann das "rah rah rah" in Berlin. Weißt Du, dann sind die Flitterwochen vorüber und es ist an der Zeit die Beziehung wachsen zu lassen.
Wie gibt man sich gegenseitig Raum? Keine Beziehung ist immer einfach. Man braucht Zeit um gegenseitig Raum zu finden. Wir sind erst am Anfang. Ich denke, jeder der die Band jetzt gesehen hat, selbst wenn es nicht der qualitativ beste Auftritt war, hat es mitbekommen, und dieser Austausch aller Beteiligten ist etwas ziemlich seltenes. Was du siehst ist das Menschliche an einer Band, die vor deinen Augen zusammenkommt. Etwas, an was du als Jamband-Fan Geschmack finden sollst, etwas was du genießen sollst. Wir möchten nicht von vornherein den Eindruck einer Jamband vermitteln, weil es Erwartungen weckt die wir noch nicht erfüllen können. Auf der Bühne sind Improvisationen hinter anderen Dingen zurückgestellt, weil wir uns mehr um die Darbietung der Songs und für das Rüberbringen der Melodien interessieren, die Energie der Songs. Selbst an diesem Punkt werden manche Leute sagen: "Die Gitarrensoli sind zu lang..."

Danny: Wie ich (alle lachen)

Arne: In der Plauener Zeitung wurde über die Malzhaus Show ein Beitrag veröffentlicht: "Laut wie die Hölle, gut wie der Himmel". Sie schreiben auch, dass vorher noch keine Band da gespielt hat die so laut war wie Stockholm Syndrome. Es war ein sehr positiver Artikel.

Dave: Gut so. Das ist in etwa was wir versuchen zu machen.

Danny: Im Quasimodo war es das gleiche, oder?

Dave: Ja! Jemand schrieb in einer Berliner Zeitung über die Show im Quasimodo: "Es begann exzellent, ging dann zum Headbanging und endete exzellent." Wir sind wohl sowas wie ein Heavy-Metal Sandwich.

Arne: Dave, wenn Du in die Staaten zurückkehrst und dort spielst, was glaubst Du wird die Reaktion auf bestimmte Songs wie z.B. American Fork sein?

Dave: Na ja, weißt Du, einerseits musst du annehmen, dass sie den Worten zuhören und sie verarbeiten.
Lass mich noch mal ein bisschen zu dieser Lautstärkesache zurückgehen, weil Europäer vielleicht denken, die amerikanischen Bands sind so laut, und das sind sie ja auch. In Amerika, besuchen die Leute Bars nicht wirklich um eine Band zu hören die sie nicht kennen. Sie kommen wegen der Szene, wegen der Drinks und sie wollen miteinander reden. Und sie sprechen echt laut. Folglich drehen amerikanische Bands auf und sagen: "Jetzt beachtet uns mal, denn wir können sicher lauter spielen als ihr reden könnt." Dann kommen sie nach Europa wo - wie ich beobachtet habe - das Publikum generell den Musikern viel mehr Respekt entgegenbringt. Und die Leute kommen um zuzuhören. Deshalb bemerken sie, dass es oft zu laut ist.
Was Deine Frage nach American Fork angeht, stelle ich die Frage an die Menschen in Amerika: "Hört Ihr Euch den Text wenigstens mal an und setzt euch damit auseinander?"
American Fork ist nicht anti-amerikanisch. Die Sichtweise von der es stammt ist: "Wir sind Amerikaner, wir haben diese Gabel als Konsumenten und es ist wie eine Liste, eine Aufzählung von... weißt du, wie kannst du Amerikaner sein und diese Dinge, die so furchtbar verkehrt laufen oder so furchtbar heuchlerisch sind, nicht bemerken. Ihr müsst aufstehen wenn ihr diejenigen mit der Gabel seid, ihr seid diejenigen mit der Macht". Alle von uns hier müssen als Amerikaner diese Dinge bemerken und etwas dagegen tun.

Arne: Also ist es das Volk das die Dinge ändern muss...

Dave: Genau. Weil ich immer noch an Demokratie glaube. Als Amerikaner muss ich das. Ich kann sie noch nicht abhaken. So wurde es mir beigebracht. Es ist auch mein Job als Künstler Fragen zu stellen, nicht unbedingt um Bush niederzumachen. Ich möchte niemals als jemand angesehen werden, der anderen sagt was sie tun sollen. Was ich ihnen höchstens sagen kann ist nachzufragen, sich zu bilden, sich Fragen zu stellen und dann ihrem Herzen zu folgen.

Arne: Ich denke, dass die meisten Leute in den Staaten, die erstmals zu den Shows kommen aus der Jamband-Szene sind. Normalerweise machen Bands aus der Jamband-Szene keine politischen Aussagen. Es dreht sich mehr um Liebe und Frieden und darum, Spaß zu haben. So wie PANIC und die GRATEFUL DEAD. Sie haben nie eine politische Aussage gemacht außer "Kümmert euch um den Regenwald".

Dave: Genau, kümmert euch um euch selbst...

Arne: Nun seid Ihr eine der ersten Band mit einer politischen Aussage. Wie werden sie reagieren? Werdet Ihr dafür von ihnen und den Medien gekreuzigt?

Dave: Ich glaube nicht, weil wir den Leuten nicht vorschreiben was sie zu tun haben. Wir sagen nur, dass sie Teil des Prozesses sein sollten. Und das setzt Bildung voraus. Du kannst nicht einfach blind folgen. Du musst Fragen stellen. Du musst nachforschen um dich mit Fakten zu bewaffnen. Wenn dir nicht gefällt was in deinem Land vorgeht musst du zumindest wählen gehen um was zu bewegen. Wenn es dir recht ist, ok, aber es ist deine Pflicht. Es ist unsere Verantwortung als Künstler dies so zu sagen.

Arne: Ich hoffe, dass es für Euch gut gehen wird und Eeuch niemand dafür kreuzigt.

Dave: Das ist Teil unserer Rolle. Wir haben es so gewählt. Wir sehen es. Ich denke, der Song stellt wertvolle Fragen. Was passiert hier eigentlich? Frag dich selbst. Unterstützt du das? OK. Falls nicht, sei dir dessen wenigstens bewusst.

Arne: Dave, reden wir über eine andere Band. Was wird nächstes Jahr mit PANIC passieren?

Dave: Ahh, wir werden wieder beginnen zu touren.

Arne: In Europa??

Dave: (lächelt) Ich weiß nicht ob es schon Pläne für Europa gibt. Wegen der Absagen der beiden letzten Tourneen ist jeder scharf drauf wieder da zu spielen. Es hat uns allen richtig gut gefallen als wir das letzte Mal hier waren und wir wollten auch kommen, es wurde uns aber nach dem 9.11. abgeraten und als wir das nächste Mal auftreten sollten wurde Mickey krank.
Also, wir sind bereit zurückzukommen, aber Teil unserer Abmachung die diese Pause betrifft war, nicht bis 2005 über Pläne zu diskutieren. Ich kann mir eine US Tour im April vorstellen.

Arne: Und George ist immer noch in der Band?

Dave: Ja, George ist immer noch in der Band. George ist hat das goldene Herz das wir brauchten. Ich denke, dass es ein großer Fehler gewesen wäre jemanden zu beschäftigen, der wie Mickey spielen würde. Weil, zuerst Mal, niemand wie Mickey spielt, Punkt. Wir würden unsere eigene Tribute-Band werden und das würde uns alle verrückt machen. Es wäre wie wenn JUDAS PRIEST den Sänger der besten Judas Priest Tribute-Band einstellen würden um ihren eigenen Sänger zu ersetzen. Es ist ja kein Baseball. Diese Tribute-Bands sind kein Pool um die richtigen Stars zu ersetzen. (lacht)

Arne: Ist eine europäische Tour in 2005 möglich?

Dave: Wahrscheinlicher ist 2006. Hoffentlich 2005. Ich kann nichts versprechen. Aber ich weiß, dass wir alle wirklich wiederkommen wollen. Wir vermissen unsere deutschen Freunde. Ich hatte Glück weil ich herkommen konnte um Euch alle zu sehen. Ich liebe es hier zu sein. Ich habe mehr Freunde in fremden Ländern und sie sind noch gastfreundlicher wenn sie ein befreundetes Gesicht sehen.

Arne: Ich denke es ist auch leichter hier, weil Ihr nicht vor Massen von Leuten steht. Nicht tausend sondern nur zweihundert.

Dave: Genau. Und mir gefällt es beides erleben zu können. Ich mag die Intimität der Clubs hier und so war es auch als ich begann mit GOV'T MULE zu spielen. Die haben in kleinen Häusern, in Bars gespielt. Es hat Spaß gemacht so nah dran zu sein und die Freude auf den Gesichtern der Leute zu sehen.

Arne: Aber das hat sich für Mule geändert.

Dave: Gov't Mule werden größer. Wirklich, und das ist gut. Darauf hatte ich immer gehofft. Ich wollte immer, dass sie Allen Woody's Tod mit Anstand hinter sich bringen können um dann weiterzumachen.

Arne: Das "Deepest End"-Projekt war wirklich eine fantastische Sache wie man auf der DVD sehen kann. Das war wirklich was!

Dave: Das war ein langer Tag für mich. Panic war Headliner an dem Tag auf der Hauptbühne des Jazzfest-Jahrmarktesgeländes. Ich kam um 19:30 von der Bühne. Wir hatten ohne Pause ein 3-Stunden Set in der heißen Maisonne von New Orleans gespielt. Ich bin ins Hotel gedüst um zu duschen und neue Klamotten anzuziehen und war dann im Saenger Theatre von ungefähr 20:30 bis halb vier morgens. Ich hatte dort beim ersten Teil der Show und bei der Zugabe gespielt.

Arne: Warren war also 7 oder 8 Stunden auf der Bühne?

Dave: Wenn Du den Soundcheck dazurechnest, ja (lacht). Es war ein sicherlich ein langes Konzert.

Arne: Gibt es schon Pläne mit Stockholm Syndrome zurückzukommen?

Dave: Ja, es gibt da Pläne. Wir lieben es hier zu sein und Ihr habt es verdient. Wie Du letztens gesagt hast.

Arne: Es sieht so aus als wäre es nun Zeit um zum Soundcheck in der Fabrik aufzubrechen. Vielen Dank Danny und Dave für Eure Zeit und Gedanken. Wir hoffen Euch bald wiederzusehen.

Dave: Wir werden uns wiedersehen!

Danny: Tschüss!

Arne Heinen, (Artikelliste), 13.05.2004

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