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Konzertbericht:Bruce Springsteen & The E-Street BandGelsenkirchen, Arena auf Schalke, 22.05.2003 |
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Ein sehr subjektiver Konzert-Bericht: Erstmal sieht man gar nicht, wie groß das Teil eigentlich ist. Von außen sieht's aus wie ein - ok, ziemlich großer und moderner - Kinopalast. Aber auch beim Betreten der Tribünenplätze hab' ich mich erstmal gewundert: "Wie? Hier soll ein Fußballfeld reingehen?" Bis man die Menschen auf der anderen Seite entdeckt - Gott, sind die winzig... Tja, von meinem Platz in der Nordkurve, gegenüber der Bühne, konnte man die Weite der Arena spätestens dann greifen, als der Boss die Bühne betrat. Der war ja sooo wiiiiiinzig! Ich könnte jetzt sagen, er wirkte wie eine Figur auf einer Spielzeugeisenbahn, aber das würde es nicht treffen - er war noch kleiner... Selbst die allerbesten Adleraugen konnten da keine diffizile Gestik, und schon gar keine Mimik erkennen. Als Springsteen sich einmal kopfüber an den Mikrophonständer hing, musste man sich schon an den Video-Wänden vergewissern, was er da genau machte. Zum Glück standen diese rechts und links neben der Bühne. Allerdings erinnerten sie einen auch nochmal an die Entfernung: Der Ton kam immer etwas nach dem Bild... Wie vermutet gings mit The Rising vom aktuellen Album los. Nächster Schock: Die Höhen waren beinahe genauso verzerrt blechern, wie ich es schon im "Henkelmännche", der Kölnarena, erlebt hatte. Aber gut, man ist ja lernfähig und hat daher die guten alten Hansaplast Lärmstop-Ohrstöpsel dabei, die, wenn man sie richtig vors Ohr (nicht hinein!) friemelt, nicht die Lautstärke dämpfen, dafür aber dieses furchtbare Gekrächze der hohen Gitarren-Passagen wegnehmen. Gegen Ende des ersten Stücks waren die Dinger postiert, und ich konnte das Konzert genießen. Besucher aus dem Innenraum berichteten hinterher allerdings unisono, der Sound sei dort optimal gewesen. Das Konzert war natürlich mit vielen Songs des aktuellen Albums "The Rising" gespickt. Nach dem Opener und Lonesome Day folgte der erste Klassiker: No Surrender vom 84er Album "Born in the U.S.A.". Danach ein noch weiterer Griff zurück: Prove it all Night und das Titellied vom 78er Album "Darkness on the Edge of Town". Ohne jetzt die komplette Setlist runterzubeten: so gings weiter - in einer gesunden Mischung aus alten und neuen Stücken. Bemerkenswert fand ich, wie sich Mary's Place insofern von anderen aktuellen Stücken abhob, als dass es wie ein alter Bekannter daher kam, als ob es ein Klassiker aus den 70ern wäre. Das Highlight des Abends war für viele sicher Jungleland, dieses Epos aus dem 75er Album "Born to run". Schon etwas Besonderes, das mal live zu hören! Das Dauerhighlight aber war Springsteen und seine E-Street Band. Mit wieviel Power und Leidenschaft die ihre Show abziehen, trotz der immensen Routine, ist unglaublich. Fast drei Stunden Konzert, und selbst am Ende hüpft Bruce Springsteen noch herum, als hätte er die Kondition eines Marathonläufers - unglaublich. Unglaublich waren auch die begeisterten Menschenmassen im Innenraum. Wir "Sound-Loser" auf der Tribüne waren da leider etwas außen vor, aber im Infield muss es wohl ein super Konzert gewesen sein. Ein einheitliches Urteil über dieses Konzert zu fällen, fällt mir daher nicht leicht. Für die Performance gibt's eine glatte 1. Für den Sound auf meiner Position gibt's höchstens eine 4 - wenn die Ohrstöpsel nicht gewesen wären sogar nur eine 5 - durchgefallen. Wenn meine Boxen zu Hause so klingen würden, wären sie schon auf dem Müll gelandet... Mein erstes Fazit: Mein zweites Fazit: Andreas Futschik, (Artikelliste), 24.05.2003
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