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Konzertbericht: |
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Der Hype ist vorbei. Die Süddeutsche Zeitung berichtet lieber über Clawfinger und im Münchner Backstage verlaufen sich, wohlwollend geschätzte, 130 Leute (trotzdem eine angenehme Atmosphäre in dem kleinen Club). Die allerdings entstammen der Hardcore-Rock & Roll-Fraktion (mit überraschend vielen Mädels darunter). Gut möglich, dass der Münchner an sich lieber zum Oktoberfest geht, als ein sauberes Rockkonzert anzuschauen. Hmmm. Wir hätten übrigens gerne Bilder von diesem Konzert präsentiert. Es hätte sich gelohnt. Aber die verantwortlichen Tour-/Plattenfirmen haben auf unsere Anfragen diesbezüglich nicht reagiert. Schade, denn hätten wir gewusst, dass beide Bands absolut kooperativ und nett sind, wir hätten unsere Kamera mitgebracht. Für die, anständigen, 35 Mark Eintritt bekommt man dann auch tadellose Vollbedienung. Die Band veröffentlicht bereits seit 1990 (!) Platten, hat insgesamt 5 Longplayer gemacht und ist ein eingespieltes Team. Wer CDs namens "Six Dimensions Of The Electric Camembert" produziert, muß allerdings etwas durchgeknallt sein. Und ich tu mich auch etwas schwer, die Musik korrekt zu beschreiben. Ein Versuch: Die aktuelle CD klingt etwas anders als der Auftritt, etwas verspielter, aber sie ist empfehlenswert. Das Review zu "Death Of A Clown" findet Ihr an anderer Stelle im Home of Rock (Ein heftiger Dank geht hierbei an Mika, der uns bereitwillig ein Exemplar zur Verfügung stellte). Der Gig hat mir gut gefallen! Lange Umbaupause. Unnötig eigentlich. Alles, was Epi über das Konzert in Frankfurt geschrieben hat, stimmt. Die Setlist ist, glaube ich, identisch, Spike ist (zumindest Anfangs einigermaßen) nüchtern, kräht aber etwas kratziger als früher, Nigel Mogg schaut etwas, äh, gespensterhaft in seinem schwarzen Mantel und Zylinder aus. Man könnte ihm durchaus etwas anderes, als ein "drinking problem" unterstellen. Im kurzen Gespräch nach dem Gig, beweist er aber komplett das Gegenteil. Lustiger Typ. Ich mag die neuen Stücke, sie sind so etwas wie eine Symbiose aus Small Faces und AC/DC (zumindest live). Wenn mir jetzt noch jemand sagen würde, wer das Keyboard auf dieser Tour bedient? Ein Könner im Bereich Boogie-Piano auf jeden Fall. Spike macht viel Konversation, Nigel hält seinen Thunderbird permanent in Hüfthöhe und ballert uns ordentlich zu, Martin Henderson malträtiert sein Minimal-Drumkit und Guy Griffin wechselt sich hervorragend mit Luke ab. Diese Art von Musik ist (jedenfalls für mich) absolut zeitlos. Egal ob Whippin' Boy, Hey You (Highlight!), dem schönen Ode To You oder irgend ein anderer Song. Einfach klasse Rock & Roll. Zur Zugabe Sex Party kommt Hanna noch mal auf die Bühne (ein Schelm, wer dabei Schlimmes denkt) und Nigel holt die halbe Halle auf die Bühne. Gemeinsames Absingen und Zuprosten und eine Einladung zur gemeinsamen Drink Party, anläßlich des letzten Konzertes in Deutschland (wir sind dieser Einladung selbstredend nicht gefolgt...). Schluß. Auch die Quireboys kommen nach dem Auftritt zum Merchandise Stand, geben Autogramme, trinken ein Bier, schnorren sich von mir bulgarische Zigaretten, unterhalten sich mit den Fans und beteuern einhellig, dass diese Tour großen Spaß macht. Jungs, lasst uns nicht wieder 8 Jahre warten! Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 08.10.2001
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