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Konzertbericht:
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Der Kritiker ist unabhängig und nicht voreingenommen. Der Kritiker sieht und hört alles und wird nichts verschweigen. Der Kritiker ist aber in erster Linie Musikfan und Fan der Band REBEL STORM. Southern Rock kommt in München etwa so oft vor wie die SPD. Alle 40 Anhänger plus ein paar Gelegenheitsgäste haben sich im Hide Out versammelt und haben nichts anderes vor, als dass sie eine Southern Rock & Roll-Party feiern. Die Tour heißt "The Hard Way Tour" und das ist sie auch. 18 Konzerte in 4 Wochen, unendliche Stunden im "Highway-Hardway Tiger", Erkältungen und ein ausgewachsener Bänderriss am Knöchel von Gitarrist und Sänger Billy Moss. Aber was ein echter Rocker ist, steckt so was weg und gibt jeden Abend Gas bis zum bitteren Ende. In München spielten die Jungs beinahe das komplette Programm ihrer beiden CDs. Wer behauptet, diese beiden Alben wären nicht großartig (ganz besonders die aktuelle Scheibe natürlich) und wer trotzdem den Mut hatte, eines der Konzerte zu besuchen und jetzt nicht endgültig alle seine Hüte zieht, der hat Southern Rock nicht begriffen und darf künftig wieder seine beiden alten LPs (ich tippe auf Skynyrd und die Allman Brothers) aus den Siebzigern hören. Weitere Diskussionen erübrigen sich. No Settled Man, Good Times, True To My Baby. 3 Songs, die von Anfang an alle Unklarheiten beseitigen. Rock & Roll, Boogie, ein paar funky Töne, Piano de Luxe, Gitarren ohne Ende, zwischen Billy Moss und Don "Big D" Swensen wechselnder Gesang - beide sind Shouter der Sonderklasse - und eine intuitive, unbewusste Interaktion zwischen Don am Bass und Drummer Bobby Nesbitt, die mehr als ein Mal magisch wirkt. Das ist kontrollierte Power, die man bei "lauten" Rockbands nicht oft hört. Überhaupt, Bobby Nesbitt. Der Mann ist ein Monster (O-Ton Billy Moss während dem Solo von Bobby). Normalerweise gehe ich bei den Schlagzeugsoli immer an die Bar. Aber das hier war eine der besten Vorstellungen, die ich von einem Drummer je gehört habe. Like A Fool, Gatorville, Midnight Traveler. Mehr Southern Rock geht nicht! Billy und Pat rocken um die Wette. Zusammen, nacheinander, nebeneinander, miteinander. Dem Gitarrenfreund gehen die Augen über und ich sah spätestens jetzt nur noch grinsende Gesichter. Takin' All I Can... Nach dem ersten (von drei) Sets sagte ich noch, dass eigentlich nicht mehr viel kommen könnte. Weit gefehlt. Diese Band schafft es mühelos, über 2 Stunden mit spannendstem Rock zu bestreiten, nicht ein Langweiler dazwischen, selbst Balladen wie Standin' In The Rain heizen ein und immer wenn Joe Turnbull zu einem seiner Honky-Tonk Pianosoli anhebt, weiß man, was in den nächsten 5 bis 10 Minuten auf einen zukommt: Ein Southern Rock & Roll-Jam für Genießer. Firefly Lightnin'... Liebe Freunde aus dem Schwarzwald! Am 17.10. bekommt Ihr in Horb im Rainbow Euren Teil ab! Fragt die Band doch einfach, ob sie der Einfachheit halber einfach nur ein einziges Lied spielen wollen. True Tales Of The Black Forest nämlich. Damit seid Ihr vollkommen bedient. Was für eine Nummer... Wenn Ihr ganz brav seid, dann wird auch der Mimi von FLATMAN einsteigen und Ihr kriegt den Beweis, dass wir in Deutschland auch Schlagzeuger haben, die so richtig grooven können. Liebe Freunde, die Ihr diesen Bericht lest: München hat ein perfektes und grandioses Southern Rock Konzert erlebt. Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.10.2003
Bilder: Adelina Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 08.10.2003 |
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